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Musik soll Brücken bauen

Wheelfire-Festival Musik soll Brücken bauen

Sie brennen für ihre Idee. Lars (35) und Arne (37) Wienroth sind die Köpfe des Vereins Wheelfire (Feuer auf Rädern). Die Brüder sitzen im Rollstuhl, doch das bremst sie nicht aus. Es ist die Musik, die sie Brücken bauen lässt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Am 25. März steigt das erste Wheelfire Musik Festival.

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Zum ersten Musik Festival lädt der Verein Wheelfire ein. Arne (im Rollstuhl links) und Lars Wienroth haben dafür eine interessante Mischung von Musikern engagiert. Mit dabei sind (hinten von links) Sven Kasys Zulys von Keuflich & B. Stächlich, Jonna Hölbling alias Jonson und Reiner Bublitz sowie (vorne) Martin D. Winter.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Newcomer und bekannte Musiker rocken das Holstenhallen-Restaurant. Einlass ist um 18.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

 Seit drei Jahren gibt es den Verein Wheelfire, er unterstützt Nachwuchsmusiker, produziert eigene Songs, dreht Videos oder präsentiert Plakate, die Rollstuhlfahrer mitten im Leben zeigen. „Das Leben auf Rädern nimmt uns nicht unsere Leidenschaft für Hobbys, Familie, Arbeit, Liebe und Träume“, ist eine Maxime des Vereins. Die Betroffenen wissen das, nun geht es ums Verständnis. Es gibt jede Menge Musiker, die das unterstützen wollen. Ihr aller Ziel ist eine grenzenlosere Gesellschaft. Im Wienroth-Haus in Padenstedt springt beim Vorbereitungstreffen für das Festival der Funke schnell über.

 Junge Talente und etablierte Künstler sitzen an einem Tisch. Reiner Bublitz und Martin D. Winter haben sofort zugesagt. Jonna Hölbling (18) aus Neumünster ist die „Neue“. Alias Jonson wird sie das Festival eröffnen. „Cool!“, ist ihre erste Reaktion. Die melancholische Singer/Songwriterin war Arne Wienroth bei Youtube aufgefallen. Jasi Mitz (Jasmin Mauritz) aus Wahlstedt will sich als gefühlvolle Pop-Musikerin präsentieren („sie singt betörend gut und begleitet sich toll“, sagt Bublitz), die Blackyard Blue Birds aus Hamburg sind ein grooviges Blues-Trio. Die fünf Newcomer werden von 19 bis 19.30 Uhr fürs WarmUp sorgen.

 Evergreens, Pop- und Folksongs der letzten 50 Jahre, haben Reiner Bublitz und Martin D. Winter im Gepäck. Sie sind im Norden längst keine Unbekannten mehr, die „alten Hasen“ in der Runde. „Das Thema Inklusion spielt für mich im Leben eine wichtige Rolle. Ich unterstütze das Festival und will helfen, Barrieren zu brechen“, sagt Martin D. Winter, und Reiner Bublitz ergänzt: „Es geht darum, gemeinsam etwas zu machen.“ Der weitere Verlauf des Vorbereitungsabends soll das noch beeindruckend unter Beweis stellen.

 Die beiden Haupt-Acts des Festivals sind Keuflich & B. Stächlich aus Neumünster und Manuel Preuß aus Hamburg. Erstere spielen akustisch mit Kontrabass, Gitarre und manchmal Mundharmonika. Wo immer sie auftreten, animieren sie zum Tanzen und Singen. Manuel Preuß spielt Alternative-Rock und Klassiker der Rock-Geschichte. Bis 0.30 Uhr wechseln sich die beiden Acts ab, zum Finale kommen dann noch einmal alle Künstler (und ein paar Instrumente) auf die Bühne. Durch den Abend führt der ehemalige NDR-Moderator Ralf Huber.

 Bublitz und Winter, Jonna Hölbling und Sven Kasys Zulys von Keuflich & B. Stächlich holen fürs Foto ihre Gitarren heraus. Und packen sie so schnell auch nicht wieder ein, eine spontane, mehrstündige Session schließt sich an, gegenseitige Bewunderung, tiefgründige Gespräche. Musik verbindet. Und soll es auch am 25. März tun.

 Festival-Tickets gibt es im Vorverkauf (8,90 Euro) bei Auch&Kneidl oder unter www.wheelfire.de

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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