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Wobau für Flüchtlinge zuständig

SPD-Fraktion fordert Wobau für Flüchtlinge zuständig

Die SPD startet durch zum Thema Flüchtlinge: Die dezentrale Wohnraumversorgung soll in die Hände der städtischen Tochter Wobau gelegt, außerdem nach dem Lübecker Modell „Deutsch für alle“ angeboten werden.

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Uwe Döring sieht die Zuständigkeit für die Wohnraum-Versorgung der Flüchtlinge bei der Wobau.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Das sehen zwei Anträge für die Ratsversammlung am 16. Februar vor, die Fraktionschef Uwe Döring jetzt vorstellte. Zumindest das Thema Wohnungen birgt Zündstoff, denn die Stadtverwaltung hatte für Management und technische Betreuung der Wohnungen für Flüchtlinge zusätzliches städtisches Personal im Stellenplan vorgesehen.

 „Das halten wir für völlig überflüssig, weil das städtische Unternehmen Wobau dieses Knowhow ohnehin vorhält“, sagte Döring. Die soll nach SPD-Vorstellungen Ansprechpartner für andere Wohnungsbauunternehmen sein und für eine dezentrale Unterbringung und Durchmischung der Wohngebiete sorgen. Und: „Der Standard der Wohnungen soll die finanziellen Richtlinien des Jobcenters hinsichtlich der Kosten für Unterkunft berücksichtigen.“

 Außerdem soll das Projekt „Deutsch für alle“ angeschoben werden, damit jedem Flüchtling, der dauerhaft in Neumünster wohnen wird, ein Deutschkurs angeboten werden kann. Das Programm könne die Volkshochschule entwickeln. Zur Finanzierung sollen Bundes-, Landes- und Fremdmittel eingeworben werden; für eine womöglich bleibende Lücke müsse die Stadt die Kosten übernehmen. „Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen“, so Döring. „Sprache ist der wichtigste Schlüssel zur Integration. Das Geld ist eine gute Investition in die Zukunft.“ Angesichts der Vielzahl der bisherigen Sprachkurs-Anbieter soll die VHS als Koordinierungsstelle funktionieren. Zudem sollen Ehrenamtliche als Sprachhelfer auf diese Aufgabe vorbereitet werden.

 „Die nötigen Vorbereitungen müssen jetzt getroffen werden, damit wir ab Oktober für die Aufnahme der Menschen vorbereitet sind“, insistierte Döring.

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