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Wurde Horst Georg Linnemann getötet?

Polizei bittet um Hilfe Wurde Horst Georg Linnemann getötet?

Die Kieler Mordkommission ermittelt wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes in Neumünster. Seit dem 15. Dezember wird Horst Georg Linnemann vermisst. Der 28-Jährige lebte in der Warmsdorfstraße im Neumünsteraner Stadtteil Faldera. Zwei 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln stehen unter dem Verdacht, Linnemann ermordet zu haben.

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Das Auto von Horst Georg Linnemann fand die Polizei in Hamburg.

Quelle: Polizei

Kiel/Neumünster. Sie sitzen seit Anfang des Jahres wegen anderer Delikte in U-Haft, machen aber keine Angaben zu Linnemanns Verschwinden. Die drei sollen einander gekannt haben. Die Polizei sucht Zeugen.

Seine Freundin hatte Horst Georg Linnemann am 15. Dezember als vermisst gemeldet. „Sie hatte ihn zuletzt am Mittag in ihrer Wohnung in Neumünster gesehen“, sagt Matthias Arends, Sprecher der Polizeidirektion Kiel. Der Maschinenbau-Student an der Fachhochschule Kiel fuhr einen dunkelblauen Golf IV mit dem Kennzeichen NMS-ZX-88. Die Polizei entdeckte den Wagen am 20. Dezember in Hamburg und stellte ihn dort sicher.

Wo ist Horst Georg Linnemann? Foto: Polizei

Quelle:

Zunächst ging die Polizei von einem normalen Vermisstenfall aus. Linnemann ist den Beamten allerdings bekannt. Er soll nach Informationen von KN-online technische Geräte aus Garagen gestohlen und verkauft haben. Auch von Motorradteilen ist die Rede. Die Mordkommission begann Ende April in Zusammenarbeit mit der Kripo in Neumünster und der Staatsanwaltschaft Kiel zu ermitteln und fand heraus, dass Linnemann die Taten offensichtlich mit einer Gruppe von anderen Tatverdächtigen begangen hat, die für mehrere Eigentumsdelikte in Schleswig-Holstein in Frage kommen. Die beiden Männer, die jetzt in Untersuchungshaft sitzen, sind mutmaßlich Komplizen des Verschwundenen. Beamte der Mordkommission haben sie mehrfach vernommen. Die beiden Männer sagen aber zu den Vorwürfen nicht aus. Weitere Ermittlungen der Kripo im Umfeld des Verschwundenen legen die Annahme nahe, dass Linnemann eines gewaltsames Todes gestorben ist. Die Polizei hat mehrfach mit Suchhunden in Neumünster nach Linnemann gesucht – ohne Erfolg.

Seine Freundin hat in dem sozialen Netzwerk Facebook eine Seite gegründet, auf der sie um Hinweise bittet. Dort steht auch, dass sie offensichtlich schwanger mit einem gemeinsamen Kind ist, das in diesen Tagen auf die Welt kommt. „Nach unseren bisherigen Erkenntnissen könnte der 28-Jährige Zugriff auf eine Garage oder Lagerraum in Neumünster und Umgebung gehabt haben“, sagte Arends. Die Mordkommission sucht Zeugen, die Horst Georg Linnemann am 15. Dezember und in den Tagen danach gesehen haben. Die Beamten interessiert weiter, wer Angaben zu Nutzern oder Abstellorten des Fahrzeuges nach dem 15. Dezember machen kann. Der 28-Jährige ist etwa 1,92 Meter groß und 80 Kilogramm schwer.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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Foto: Die Polizei fragt: Wer hat Beobachtungen im Zusammenhang mit dem PKW und dem Anhänger gemacht?

Im Fall des vermissten Studenten Horst Georg Linnemann aus Neumünster gehen die Ermittler jetzt von einem Tötungsdelikt aus. „Die Hinweise verdichten sich, dass die Leiche eingegrabeen und angezündet wurde“, sagt Kiels Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Für Hinweise zur Aufklärung des Falls hat die Behörde eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.

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