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Chinesen setzen verstärkt auf Neumünster

Neues Kontaktbüro Chinesen setzen verstärkt auf Neumünster

Rund 30 chinesische Firmen haben sich in Neumünster angesiedelt, viele von ihnen im 2003 gegründeten Chinese Business Center (CBC) Schleswig-Holstein. Seit Freitag ist mit der Yuxinou Logistic aus Chongqing, der viertgrößten Stadt Chinas (33 Mio. Einwohner), ein weiterer bedeutender Handelspartner hinzugekommen.

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Wollen die chinesische Handelsbeziehungen von Neumünster aus in den norddeutschen Raum weiter vertiefen (v.l.): Yonggui Pei, chinesischer Konsul in Hamburg, Zhou Jing, Geschäftsführer DCM Trading, Liqiong Yang, Wirtschafts- und Informationstechnik, und Olaf Tauras, Neumünsters Oberbürgermeister.

Quelle: Jan von Schmidt-Phiseldeck

Neumünster. Das Unternehmen betreibt über ein Joint Venture eine 11179 Kilometer lange Bahnlinie zwischen Chongqing und Duisburg und hat nun gemeinsam mit der in Neumünster gegründeten Großhandelsfirma DCM Trading ein Repräsentationsbüro im Logistik- und Innovationszentrum Neumünster eröffnet.

 „China ist ein Wachstumsmarkt, wenn nicht der Wachstumsmarkt. Neumünster hat nie nachgelassen, die Zusammenarbeit zu pflegen und seine Verkehrsinfrastruktur zu verbessern“, sagte Neumünsters OB Olaf Tauras. Die Zusammenarbeit werde deshalb auch weiterhin intensiviert, „davon profitieren unsere Wirtschaft und der Arbeitsmarkt“. Mit dem 650 Meter langem Zug, der in 16 Tagen Waren aller Art nach Deutschland über Hamburg und zurück ins Reich der Mitte transportiert, seien Güter etwa 20 Tage schneller am Ziel als auf der Schifffahrtsroute.

 Der chinesische Konsul in Hamburg, Yonggui Pei, lobte OB Tauras ausdrücklich für „seine Scharfsinnigkeit und Entschlossenheit“, die Handelsbeziehungen mit China zu verstärken. „Neumünster ist ein Muster für gelungene deutsch-chinesischen Kooperationen, immer mehr Unternehmen werden sich deshalb für diesen Standort entscheiden“, betonte Pei. Wichtig sei es deswegen auch, Handelsschranken weiter abzubauen.

 Die stellvertretende Direktorin für Wirtschafts- und Informationstechnik aus Chongqing, Liqiong Yang, wies auf die Bedeutung der Zugverbindung mit bis zu sechs Fahrten wöchentlich hin. Sie bezeichnete die Strecke auf der Seidenstraße als „Win-Win-Situation“ für den Handel zwischen beiden Ländern. Das Wirtschaftswachstum in Chongqing habe von Januar bis September um etwa 27 Prozent zugelegt, „da sind wir die Nummer Eins in China“, sagte Yang. Chinas Regierung wolle die Zugstrecke als eine von zehn Verbindungen nach Europa, fünf davon nach Hamburg, weiter ausbauen: „Davon profitieren alle.“

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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