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Mehr Arbeitslose zum Sommer

Neumünster Mehr Arbeitslose zum Sommer

„Ein Anstieg der Zahl der Arbeitslosen mit Beginn des Sommers und dem Start in die Feriensaison ist ein jährlich wiederkehrender, saisonaler Effekt. Zum Ende ihrer Schul- oder Ausbildungszeit melden sich viele junge Menschen, die einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchen, arbeitslos. Viele Unternehmen treffen Personalentscheidungen erst nach den Sommerferien“, sagt Jens-Peter Stahl, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Neumünster.

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Im Bezirk der Agentur für Arbeit Neumünster sind im Juli 11374 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen

Quelle: Julian Stratenschulte / dpa

Neumünster. „Der deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahl und auch der Zahl der Unterbeschäftigten gegenüber dem Juli des Vorjahres zeigt aber, dass der Arbeitsmarkt in unserer Region weiter in einer sehr guten Verfassung ist“, so Stahl weiter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewege sich weiter auf einem hohen Niveau. „Insbesondere im Einzelhandel und im verarbeitenden Gewerbe hat sie weiter zugelegt.“

 Im Bezirk der Agentur für Arbeit Neumünster sind im Juli 11374 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen – 323 mehr als im Juni und 755 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,4 Prozent. Im Juni lag sie bei 6,2 Prozent, vor einem Jahr bei 6,8 Prozent.

 Die Zahl der Unterbeschäftigten ist im Juli mit 14272 im Vergleich zum Vormonat um 159 höher (plus 1,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 851 gesunken. Sie fasst die Zahl der Arbeitslosen mit den Ein-Euro-Jobbern und den Menschen in Weiterbildung zusammen.

 Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice (AGS) der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wurden seit Jahresbeginn 5503 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 282 mehr als im Vorjahreszeitraum. Im verarbeitenden Gewerbe stieg der Zugang an Stellenangeboten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32,5 Prozent auf 391 Stellen, im Einzelhandel sogar um 36 Prozent auf 476 Stellen.

 Die Zahl der Bewerber für Ausbildungsstellen ist zurückgegangen. Bis Ende Juni meldeten sich 1987 Bewerber, das sind 191 weniger als 2014. 661 unversorgten Bewerbern stehen derzeit 567 noch freie Ausbildungsstellen gegenüber. „Es gibt noch viele Chancen am Ausbildungsmarkt“, sagt Stahl.

 In der Stadt Neumünster waren im Juli 4246 Menschen arbeitslos gemeldet, also 117 mehr als im Juni und 261 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,3 Prozent. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde gab es im Juli 7128 Arbeitslose (Quote 5,2 Prozent). Im Bezirk der Geschäftsstelle Rendsburg waren im Juli 3240 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (6,5 Prozent).

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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