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Viele neue Bewohner im Tierpark

Rechtzeitig zu Ostern Viele neue Bewohner im Tierpark

Jung-Elch Bo ist für einen Jährling schon ein echter Brummer. Der junge Rentier-Hirsch aus Rostock muss sich noch gegen sieben Mädels behaupten. Kaiserschnurrbarttamarin Tim hat sich nach nur einem Tag bereits prächtig eingelebt: Rechtzeitig zu Ostern hat der Tierpark viel Neues zu bieten.

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Schon äußerst zutraulich: Erst am Donnerstag hatte Tierpark-Chefin Verena Kaspari den Kaiserschnurrbarttamarin namens Tim aus dem Zoo Dortmund abgeholt; eine Gefährtin aus Hannover soll bald folgen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Von den Pflegern in Suhl/Thüringen weiß Tierpark-Chefin Verena Kaspari: „Bos Papa hatte ein tolles Schaufelgeweih. Bisher hat er es stets vererbt“, erklärte sie am Freitag stolz und wies auf die schon deutlich erkennbaren „Knöpfe“ (Ansätze) am Kopf des Jungbullen hin, der bei der Ankunft am 9. Februar partout nicht aus dem Hänger wollte. „Bis Ostern ist er aus der Quarantäne raus und im großen Gehege“, versprach Kaspari. Zwei Elch-Damen aus Helsinki sind bereits ausgeguckt als Partnerinnen.

 Ein ganz großer soll auch der im Mai geborene Rentier-Hirsch werden, der (erst im Januar eingetroffen) sich noch gegen sieben ältere Mädels behaupten muss und vorerst letztes Glied der Kette ist. Kaspari und Co-Chefin Viola Effenberger setzen große Hoffnungen in ihn. „Der Vater stammt aus Schweden; das ist ganz tolles Blut für uns.“

 Noch muss die zukünftige Herzdame von Polarfuchs Poldi im Nachbar-Gehege wohnen, aber durch den Zaun hat die Schneeweiße schon Kontakt aufgenommen zum künftigen Partner mit dem leichten Grau-Einschlag im Winterfell. Die 2014 bei Berlin geborene Fähe nimmt ihre beweglichen Kletterelemente gern an. „Mit denen wird auch die kleine Muskulatur gefordert“, erklärt Kaspari.

 Die freut sich ganz besonders über den jüngsten Zugang: Erst am Donnerstag hat sie Kaiserschnurrbarttamarin Tim (benannt nach dem Schweriner Zoodirektor Schikora) aus Dortmund abgeholt, wo Schikora früher wissenschaftlicher Assistent war. Das knapp dreijährige Krallenäffchen, eigentlich in Brasilien daheim, soll demnächst eine „Frau“ aus Hannover bekommen. Dass beide in einer neu gestalteten Innenvoliere des Affenhauses und im Sommer in der aufs Doppelte vergrößerten ehemaligen Lisztaffen-Anlage herum toben können, verdankt der Tierpark einer Spende des verstorbenen Ehrenmitglieds Hans Tödt.

 „Die Tamarine sind unser zehntes Projekt zum Europäischen Erhaltungstungszuchtprogramm“, berichtete Kaspari, die überaus stolz auf mittlerweile vier Tierkinder aus der erfolgreichen Winterbrut der Humboldt-Pinguine ist. „Zwei schwimmen schon im Becken, beim dritten ist der Bauch bereits durchgemausert. Der Vierte ist ein kleiner Nachzügler.“

 Zu Ostern sollen auch Horton, Flecky, Lilly und Hanni den Streichelzoo bereichern: Die Menschen gewöhnten Zwerg- und Edel-Burenziegenmixe hatte ihre Besitzerin aus Krankheitsgründen abgeben müssen.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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