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Reihenhausbesitzer stocksauer

Stellplätze werden teuer Reihenhausbesitzer stocksauer

Christine Lambrecht und ihr Nachbar Dieter Kolthoff fühlen sich „allmählich verarscht“. Zwischen 20000 und 50000 Euro sollen Vierergruppen von Reihenhaus-Besitzern in Neumünster-Einfeld dafür bezahlen, dass sie über abgesenkte Bordsteine und Bürgersteige ihr Auto im eigenen Vorgarten abstellen können.

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Kämpfen seit drei Jahren für Bordsteinabsenkungen in der Professor-Graf-Straße, damit sie das Auto im eigenen Vorgarten abstellen können: Christine Lambrecht und Nachbar Dieter Kolthoff.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Die kleine Professor-Graf-Straße in Neumünsters Norden ist nicht eben breit. Rechts wird sie gesäumt von vier parallel zur Straße gebauten Reihenhaus-Zeilen à sechs Wohneinheiten, links von Wohnblocks. Klar, dass ab dem frühen Abend der Standstreifen links und der Straßenrand rechts proppevoll geparkt sind. Um die Situation zu entschärfen, starteten einige der Reihenhausbesitzer vor drei Jahren eine Initiative und beantragten bei der Stadt, das eigene Auto im eigenen Vorgarten abstellen zu dürfen.

 „Die jeweiligen Endgrundstücke der Reihenhauszeilen haben solche Auffahrten zu ihren größeren Grundstücken schließlich auch, warum soll das bei uns nicht möglich sein?“ fragt Kolthoff, der mittlerweile einen Stellplatz auf einem solchen Grundstück gemietet hat. „Zunächst sollten wir selbst Kostenvoranschläge einholen“, erinnert sich Lambrecht.

 Das Dauerbrenner-Thema Graf-Straße kam jetzt im Stadtteilbeirat erneut aufs Tapet. „Wenn die Anwohner sich einig sind und einen Antrag stellen, wird die Stadt dem zustimmen“, erläuterte Stadtteilvorsteher Sven Radestock. Die Kosten für die Maßnahme, die von Neumünsters Tiefbauamt realisiert werden soll, damit alles einheitlich und fachgerecht gebaut wird, werde sich die Stadt von den Hausbesitzern wiederholen.

 Ein Raunen ging am Dienstagabend durch den Saal, als die Kosten mit der oben genannten „Preisspanne“ beziffert wurden. Und dann kam noch ein Zusatz: Es müssten alle Parteien eines Reihenhauszuges damit einverstanden sein, aber nicht alle Haushalte mitmachen.

 Irritiert ist Christine Lambrecht, die mit ihrem Mann damals beim Hauskauf einen schon zur Hälfte stellplatzgerecht gepflasterten Vorgarten mit erwarb, nicht nur von der Preisspanne. „Ich bin aus allen Wolken gefallen. Diese Kosten sind nicht realistisch. Wir sind allmählich alle stocksauer. Einige haben in Erwartung der Genehmigung schon ihre Vorgärten aufgegraben.“

 Jetzt ruhen die Hoffnungen von Lambrecht, Kolthoff und Co. auf Radestock und Helga Bühse. Die CDU-Ratsfrau und der Stadtteilvorsteher sind eine „grün-schwarze Koalition“ eingegangen, um zwischen Stadtplanung und Reihenhausbesitzern ein akzeptables Arrangement zustande zu bringen.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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