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Nach 150 Jahren eine eigene Fahne

Neumünster Nach 150 Jahren eine eigene Fahne

Der Stadtfeuerwehrverband Neumünster ist 150 Jahre alt und hat nun endlich auch eine eigene Fahne, die anlässlich des Festaktes am Sonnabend im Gefahrenabwehrzentrum Neumünster von Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), geweiht wurde.

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Nach 150 Jahren hat der Stadtfeuerwehrverband Neumünster eine eigene Fahne.

Quelle: Sven Janssen

Neumünster. Neumünster. Der Stadtfeuerwehrverband Neumünster ist 150 Jahre alt und hat nun endlich auch eine eigene Fahne, die anlässlich des Festaktes am Sonnabend im Gefahrenabwehrzentrum Neumünster von Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), geweiht wurde.

 „Für die Feuerwehren ist die Fahne ein Sinnbild der Zusammengehörigkeit, nicht mehr und nicht weniger“, sagte Kröger. In Zeiten des Individualismus, des Auseinanderdriftens der Interessen und der egoistischen Lebensläufe sei man auf solche Orientierungspunkte angewiesen. „Ich bin der Feuerwehr dankbar, dass sie sich zu diesen Symbolen bekennt“, so Kröger. „Der Stadtfeuerwehrverband Neumünster ist mit seinen sieben freiwilligen Wehren eine intakte leistungsfähige Gemeinschaft und hat diese Fahne verdient.“

 Mit dem Weihegelöbnis „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ und gegenüber der Patenfahne des Stadtfeuerwehrverbandes Lübeck, übergab der DFV-Präsident die Fahne ihrer Bestimmung. Der Musikzug der Feuerwehr begleitete die Zeremonie mit dem Schleswig-Holstein-Lied.

 150 Jahre kam der Stadtfeuerwehrverband ohne Fahne aus. 1865 schlossen sich unter Kirchenspielvogt Mielck die Fleckenfeuerwehr, Brandschutztrupps aus Betrieben und die Bahnfeuerwehr zusammen. „Das war anfangs nicht immer einfach“, sagte Peter Kleinjung, der an der Chronik des Verbandes arbeitet. So habe beispielsweise der Männerturnverein in den Anfangsjahren eine eigene Wehr gegründet, aus der die heutige Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte hervorgegangen sei. 1914 gründete sich die Berufsfeuerwehr, die zurzeit mit sieben freiwilligen Wehren eng zusammenarbeitet.

 „Gut 300 Aktive leisten heute ihren Dienst“, so Kleinjung. „Dennoch brauchen wir dringend Mitglieder, die nächsten Jahre werden nicht einfach werden.“ Tagsüber arbeite die Wehr schon mit Doppelalarmierungen, um genügend Einsatzkräfte bei Bränden zu mobilisieren. „Die Nachwuchsarbeit in den vier Jugendwehren macht uns aber Hoffnung.“ Die Ausstattung der Wehren sei hervorragend, es fehle derzeit einfach an der Mannschaft. Dabei setze die Feuerwehr auch stark auf Inklusion. „Hier kann jeder mit seinen ganz besonderen Fähigkeiten etwas tun und das Team stärken“, so Kleinjung.

 Von offizieller Seite bekam der Stadtfeuerwehrverband viel Lob. Oberbürgermeister Olaf Tauras sprach der Truppe ebenso seinen Dank aus, wie Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler, die die Grüße des Ministerpräsidenten überbrachte. Dass sie dabei zum falschen Karton griff und mit dem Berliner „Feuerwehrbären“ schon mal das Geschenk des DFV-Präsidenten aus der Hauptstadt übergab, merkte so schnell keiner. Die goldene Glocke des Ministerpräsidenten reichte Kröger anschließend, sichtlich amüsiert, an Stadtbrandmeister Klaus-Peter Jürgens weiter.

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