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Noch einmal in Erinnerungen schwelgen

60 Jahre Immenhof Noch einmal in Erinnerungen schwelgen

Vor 60 Jahren war Christiane König als Angela in "Die Mädels vom Immenhof" zu sehen. Zum Jubiläum besuchte die heute 82-Jährige zusammen mit 25-Immenhof-Fans noch einmal Gut Rothensande und weitere Drehorte.

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Mit dem Fahrrad erinnert Christiane König, alias Angela, an eine legendäre Szene nahe der Alten Schmiede in Fissau.

Quelle: Anne Gothsch

Malente. Auch nach 60 Jahren sind die Erinnerungen an Die Mädels vom Immenhof zumindest bei den echten Fans noch so frisch, dass sie auf ein Stichwort sofort die entsprechende Filmszene detailgetreu beschreiben und sogar die Textstellen wiedergeben können. So geschehen bei der Jubiläumsfeier am Wochenende, als eine Gruppe von 25 Immenhof-Fans und Ehrengästen einstige Drehorte in Malente und Eutin-Fissau besuchte.

Als der knuffige Oldtimerbus vor dem Forsthaus in Dodau anhält, ist die Stimmung bei den Passagieren trotz des Regens fröhlich-aufgeheizt. Die kurze Fahrt vom Hotel in Malente zur Försterei nahe der Bräutigamseiche reichte bei weitem nicht aus, um all die Erinnerungen auszutauschen. Vor dem Forsthaus, im Film Wohnsitz des Reitlehrers Jochen von Roth, zeigt Harald Düsterhoff, der regelmäßig Immenhof-Führungen anbietet, Fotos von Filmszenen und Dreharbeiten, welche die Gäste wortreich kommentieren können.

Der Beginn einer Filmkarriere

Einen Heidenspaß hat dabei vor allem eine 82-jährige attraktive Dame, die strahlend vor Glück kaum zum Luftholen kommt. Die Erinnerungen an diese „unvergessliche, wunderschöne Zeit“ am Anfang ihrer Filmkarriere sprudeln aus Christiane König, die als Angela eine der Hauptrollen spielte, nur so heraus und reichen bis ins kleinste Detail.

„Ich bin so glücklich, heute hier sein zu können und habe auch das, wie schon damals die Rolle der Angela jeweils einem Zufall zu verdanken“, erzählt die frühere Schauspielerin, die seit langem auf Mallorca lebt. Das sei auch der Grund gewesen, weshalb Mario Würz, der das Gala-Programm zum Jubiläum organisiert hat, sie nicht ausfindig machen konnte. Bei einem Konzert auf Mallorca sei sie von einem Zauberer als Assistentin auf die Bühne gerufen und vom Veranstalter als eine der Immenhof-Hauptdarstellerinnen vorgestellt worden.

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Das habe eine Redakteurin des Mallorca-Magazins auf den Plan gerufen und schließlich sei das Interview auch in Malente gelesen worden. Die Besetzung der Angela habe sie, die eigentlich als Tänzerin auf Theaterbühnen stand,  Gustav Gründgens zu verdanken. Er habe sie in einem Stück tanzen sehen und versucht, sie für eine Schauspiel-Ausbildung zu begeistern. Als er dafür auch noch ein Stipendium organisiert habe, hätte sie ihre Vorbehalte über Bord geworfen und „das Abenteuer mit Anfang 20 gewagt“. Nur zu gern erinnert sie sich „an den Wirbelwind Heidi Brühl, die eigentlich Tänzerin werden wollte. Also habe ich mit ihr geübt und wir hatten viel Spaß zusammen.“

Immenhof blieb im Gedächtnis

Wie neugierige Kinder hängen die anderen Fans mit leuchtenden Augen an ihren Lippen. Weshalb die Filmtrilogie auf Gut Rothensande (alias Gut Immenhof) mit Heimat- und Familiengeschichte, rassigen Pferden und schönen Landschaftsaufnahmen selbst gestandene Männer noch immer in ihren Bann zieht, kann Norbert Volkmann aus Berlin schnell erklären: „Ich wurde 1952 in einem kleinen Dorf geboren und sieben Jahre später war mein Vater einer der ersten, der ein Fernsehgerät besaß.

Also saßen wir mit wohl dreißig Leuten dicht gedrängt im Wohnzimmer und haben als ersten Film Die Mädels vom Immenhof geschaut. Das bleibt einfach im Gedächtnis. Und als ich vor rund 10 Jahren erfuhr, dass es einen Fan-Club und einen Förderverein für das Immenhof-Museum gibt, bin ich eingetreten.

Beim Filmball am Abend verlieh Mario Würz je einen Filmpreis an fünf Ehrengäste beziehungsweise deren Nachkommen: Christiane König, Karl-Heinz Ebbinghaus (der müde Willi), Karl-Heinz Fehrecke (für die Kinoplakate), Norbert Schultze junior (für die Titelmelodie) und Hanna Binke, die aktuell als Mika in dem Pferdefilm Ostwind mitwirkte.

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Ein Artikel von
Anne Gothsch

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