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Alte Schätze in der Tews-Kate

Malente Alte Schätze in der Tews-Kate

Der Heimat- und Verschönerungsverein Malente wartet zur Saisoneröffnung mit einer weiteren Attraktion am Heimatmuseum Tews-Kate auf. In einer neu gebauten, zweiten Remise auf dem Gelände an der Sebastian-Kneipp-Straße hat ein rund 100 Jahre alter Lanz-Dreschkasten seinen Dienst aufgenommen.

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Der historische Dreschkasten ist eine weitere Attraktion auf dem Gelände der Tews-Kate.

Quelle: Orly Röhlk

Malente. Per Knopfdruck weihte Käte Krogmann vom Hof Vierth das Gerät ein. Sie ist die Schwester des verstorbenen Georg Osmers, der dem Verein den historischen Dreschkasten vor einigen Jahren geschenkt hatte. Restauriert wurde das Museumsstück auf Vermittlung von Julia Freese, Vorsitzende des Vereins Freunde des Kurparks Malente, von Landmaschinenhändler Heinrich Südel aus Sechendorf (Gemeinde Blekendorf).

 „Von einem kleinen Elektromotor über mehrere Transmissionsriemen angetrieben, bewegen sich jetzt alle mechanischen Teile, sodass man die oben eingelegten Getreidegarben dreschen könnte“, erklärte Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Erichsen bei der Inbetriebnahme. Der Dreschkasten ergänzt den Bestand landwirtschaftlicher Geräte am Museum.

 Außerdem eingeweiht wurde eine neue Sitzgruppe auf dem Gelände, gefertigt von Jugendlichen der Produktionsschule des Christlichen Jugenddorfwerks Malente. Insgesamt kosteten die Neuerungen 22500 Euro. 7800 Euro gab die Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz dazu, von der Bingo-Umweltlotterie kamen 8500 Euro. Den Rest finanzierte der vor 28 Jahren gegründete Verein mit aktuell 135 Mitgliedern.

 Von Beginn an dabei ist der Malenter Egbert-Rüdiger Lamb, ehemaliger Leiter der Schule am Schiffsthal in Plön. Seine Frau Karin und Andreas Grieger bieten Führungen durch die Tews-Kate an. Viele historische Schätzchen gibt es in dieser ältesten Räucherkate Ostholsteins zu entdecken, die 1634 erbaut wurde und bis 1962 in Betrieb war. Sie ist das älteste Haus Malentes und stand ursprünglich an der Godenbergstraße.

 2002 übernahm der Verein die Kate, und ein Sponsor half dabei, das Gemäuer zu erhalten und als Museum auszubauen. Viele Bürger steuerten die hauswirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Geräte sowie Möbel bei. Eines der ältesten Exponate dürfte ein Dampfdrucktopf von 1700 sein. Die Wäschemangel stammt von 1837, die Miele-Waschmaschine wurde Anfang des 20. Jahrhunderts konstruiert, und eine Milchzentrifuge erinnert an die Meierei.

 Etwa 200 Jahre alt ist ein nach heutigen Maßstäben sehr kleines Bett, das original in der Kate stand und einst einem Erwachsenen als Schlafstätte diente. Eine Kochkiste half schon um 1930 beim Energiesparen, und noch neu im Bestand ist das um 1900 genähte Taufkleid einer Malenterin.

Geöffnet ist die Kate bis Ende Oktober dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr (Eintritt frei). Gruppenführungen auf Anfrage: Tel. 04523/9590120 (Tourismus-Service) oder 04523/990341 (Lamb).

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