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Anwohner stoppen die Ramme

Stadtbucht Eutin Anwohner stoppen die Ramme

Die Stadtsanierung Eutins ist an einer der wichtigsten Stellen zum Erliegen gekommen. Das Verwaltungsgericht Schleswig verbot bis auf Weiteres die Rammarbeiten für die neue Spundwand an der Stadtbucht. Anwohner hatten geklagt, nachdem sich Risse an ihren Häusern gezeigt haben sollen.

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Das Verwaltungsgericht Schleswig hat die Rammarbeiten für die neue Spundwand an der Eutiner Stadtbucht verboten.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. 250 Meter misst die Spundwand später einmal. Auf rund der Hälfte der Strecke versenkten Arbeiter die Stahlträger bereits mit einer Ramme. Noch etwa zehn Tage und das Bauwerk wäre fertig gewesen. Dass die Richter einen Ramm-Stopp verhängten, freut Sigrid Jürß, die einen Steinwurf von der Stadtbucht entfernt lebt. Sie ist Sprecherin einer Anwohnergemeinschaft von etwa 80 Personen, die Angst um ihre Häuser hat. Den Anwohnern zur Seite stehen Sachverständige, die an den Häusern Gipsmarken angebracht haben. Nach Angaben von Jürß beweisen die, dass durch die Rammarbeiten Risse entstanden sind. Auch fürchten die Bürger, dass die Spundwand die Höhe des Grundwassers beeinflusst. Jürß hält ein teilweises Absacken der Häuser für möglich, zumindest zweifelt sie daran, dass die Stadt die Grundwasserbelange ausreichend geprüft hat.

 Die Argumente der Bürger und ihrer Rechtsanwälte reichten für das Verwaltungsgericht aus, die Arbeiten durch einen sogenannten Hängebeschluss zu stoppen, bis eine endgültig Entscheidung in dem Eilverfahren getroffen wird. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sei den Richtern klar, dass schnell eine Entscheidung zu fallen habe. Möglicherweise komme es dazu schon in ein bis zwei Wochen.

 Bernd Rubelt, Fachbereichsleiter Bauen bei der Stadt Eutin, ist hingegen optimistisch. Die Aussetzung der Rammarbeiten gefährde das Projekt, das bis zur Landesgartenschau 2016 fertig sein soll, nicht. Man habe einen Zeitpuffer eingeplant.

 Er sieht keinen Beleg für etwaige Schäden durch das Rammen. In den betroffenen Gebäuden seien extra Schwingungsmesser installiert, die die Bauleitung per Funk informieren, wenn die Schläge zu heftig ausgefallen sein sollten. An den Gebäude sei im Vorwege der Arbeiten eine Beweissicherung durch einen Bausachverständigen erfolgt. Sigrid Jürß sieht das anders. „Ich glaube den Rissen in den Wänden mehr als den Ausschlägen eines Instruments.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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