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Behnk will Aufbruchstimmung nutzen

Eutin Behnk will Aufbruchstimmung nutzen

„Ich liege so bei 60 Arbeitsstunden in der Woche – locker!“ Die Bilanz der ersten 100 Tage im Amt als Bürgermeister zieht Carsten Behnk ebenso locker: „Als ich am 1. August das Amt übernommen hatte, war ich sofort als Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau-GmbH gefordert.“

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Seit 100 Tagen Herr im (Rath-)Haus: Der Eutiner Bürgermeister Carsten Behnk hat in der kurzen Zeit im Amt schon einige Projekte angeschoben – und lässt sich vom leichten Schneetreiben nicht bremsen.

Quelle: Peter Thoms

Eutin. Obwohl man das Marketing noch ein wenig verbessert habe, habe man bei der LGS die prognostizierten Besucherzahlen von 600000 deutlich verfehlt. Darüber dürfe man betrübt sein, sollte aber die Aufbruchstimmung nutzen, blickt er nach vorne: Damit meint Behnk Projekte wie das Bürgerforum zur historischen Reithalle, die Umgestaltung des ZOB, die nicht mehr aufschiebbare Innenstadtsanierung, ein Anpacken der innerstädtischen Verkehrsproblematik und nicht zuletzt auch die Zukunft des Hauses des Gastes.

 Die Aufbruchstimmung ist angesichts solcher Großprojekte mit weiteren Baustellen verbunden, denn „die angestrebte Barrierearmut in der Stadt duldet ebenso wie die Erneuerung von Gas-, Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen in der Peterstraße keinen weiteren Aufschub“, sagt er und bereitet der Bürgermeister die Eutiner auf ein weiteres Jahr mit Behinderungen für Fahrzeuge wie Fußgänger gleichermaßen vor. Es sei wichtig, solche Baumaßnahmen mit in die Innenstadtsanierung zu packen und damit Fördermöglichkeiten zu sichern. Vor dem Hintergrund eines aktuellen Schuldenstands der Stadt von 47 Millionen Euro und erwarteten drei Millionen Euro LGS-Verlust ein nicht von der Hand zu weisendes Argument.

 Aber da will Behnk aus der Not eine Tugend machen, um das Leben in der Innenstadt nicht zum Erliegen zu bringen: „Wir werden abschnittsweise vorgehen, denn Baustellen sind interessant für viele Menschen und für manche sogar Ausflugsziele“, hat er beobachtet. „Wo gebaggert wird, eröffnen sich Blicke in Baugruben und auf schwere Maschinen mit faszinierender Technik.“ Die Sprecherin der Stadt, Kerstin Stein-Schmidt, betont, dass man sich schon mit einem „Baustellen-Marketing“ beschäftige. Mit Baustellen-Maskottchen, mit Kinderbaustellen und mit Baustellen-Führungen. Auch da werde man sich auf die Erfahrungen im Vorfeld der LGS stützen.

 Die LGS sorgt zwar für nachhaltige Aufbruchstimmung, hat aber die Pläne für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses am Festplatz vorerst ausgebremst. Die Feuerwehr habe die Gartenschau abgewartet, erwarte jetzt aber zu recht neue Impulse: Da will Behnk jetzt ebenfalls Gas geben und die Planungen auf den neuesten Stand bringen – und möglichst schnell den Bau beginnen.

 Bei allen Projekten im und außerhalb des Rathauses ist dem Bürgermeister die Bürgernähe wichtig: „Mittags gehe ich mit offenen Augen durch die Stadt. Aus 20 Minuten werden dann aber schnell mal zwei Stunden, wenn die Bürger das Gespräch mit mir suchen.“ Apropos zwei Stunden: Die Bürgersprechstunde an jedem zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr wird zur festen Einrichtung. Um Wartezeiten zu vermeiden, ist eine Anmeldung unter Tel. 04521/793102 (Claudia Mohns) erforderlich.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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