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Betreuung für auffällige Kinder

Schule an den Auewiesen in Malente Betreuung für auffällige Kinder

Neben zwei Schulsozialarbeitern verfügt die Schule an den Auewiesen in Malente künftig mit Bettina Siebern auch über eine Betreuerin für Kinder mit sozialer und emotionaler Benachteiligung. Schulleiter Thilo Philipp und Bürgermeister Michael Koch stellten gestern die Kindertagespflegerin vor, die das Lehrerkollegium künftig unterstützen soll.

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Schulleiter Thilo Philipp (links) und Malentes Bürgermeister Michael Koch stellten Bettina Siebern vor, die sich künftig in der Schule an den Auewiesen um Kinder und Jugendliche mit sozialer und emotionaler Benachteiligung kümmern wird.

Quelle: Dirk Schneider

Malente. Die Gemeinschaftsschule und der Schulträger reagieren mit der Schaffung des neuen Angebots auf eine besondere Situation in der Gemeinde. Zum Einzugsbereich der Schule zählten auch einige Jugendheime und Erziehungseinrichtungen, berichtete Philipp. Und einige dieser Schüler wiesen leider einen erhöhten Betreuungsbedarf auf. „Durch unterschiedliche Umstände haben es einige Kinder nicht gelernt, sich in eine Gemeinschaft einzubringen, ohne Gewalt anzuwenden oder aggressiv aufzutreten. Wenn wir hier gezielt nachsteuern, sind wir in der Lage, mehr Schüler zu besseren Lernerfolgen zu führen.“

 Andererseits könnten nur zwei, drei auffällige Schüler nicht nur den Unterricht in der eigenen Klasse, sondern den gesamten Schulbetrieb massiv stören, weiß Philipp. Dies hätten im vergangenen Schulhalbjahr ein Fünft- und ein Neuntklässler unter Beweis gestellt. Ein Jugendlicher aus Malente bekam bei seinen Eskapaden zu allem Überfluss noch Rückendeckung von seiner Mutter, was die Findung einer guten gemeinsamen Lösung fast unmöglich machte, so dass zwei Familien ihre Kinder an einer anderen Schule anmeldeten und ein Mädchen schulintern versetzt wurde.

 Obwohl sich dieses Problem durch den Wegzug der Störer gelöst habe, sehe sich die Gemeinde in der Pflicht, betonte Koch. „Wir haben auch eine Verantwortung gegenüber der Klassengemeinschaft.“ Um beiden Seiten gerecht zu werden, habe die Gemeinde „Feuerwehr gespielt“, und der Schaffung einer halben Betreuerstelle zugestimmt.

 Diese Funktion übernimmt mit der 47-jährigen Bettina Siebern eine Fachkraft, die die Schule schon seit Jahren kennt. „Meine beiden Söhne sind hier zur Schule gegangen.“ Zudem habe sie ehrenamtlich in der Kantine mitgearbeitet. Ihre Hauptaufgabe sei es, bei Bedarf auf die verhaltensauffälligen Schüler zuzugehen und diese in kleinen Lerngruppen zu beschäftigen. „Mitunter reicht es aus, mit den Kindern zu reden und vor allem ihnen zuzuhören, um Aggressionen abzubauen“, hat Siebern beobachtet.

 Aufgrund erster guter Erfahrungen – Siebern ist seit den Osterferien im Dienst – hofft Philipp die Stelle langfristig einrichten zu können. „Die Zeichen stehen gut, dass dieses Pilotprojekt im kommenden Schuljahr von Kommune, Kreis und Land finanziert wird.“

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Ein Artikel von
Dirk Schneider

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