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Bühne frei für den „Vogelhändler“

Eutiner Festspiele Bühne frei für den „Vogelhändler“

Der Vogelhändler verwandelt den grünen Hügel der Eutiner Seebühne in eine Tiroler Alm mit Jagdschlösschen, Weinstube und Kuhfladen. Festspiel-Intendantin Dominique Caron setzt die beliebte Operette von Carl Zeller mit viel alpenländischem Lokalkolorit, etwas Wiener Schmäh und kleinen Überraschungen in Szene.

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Vogelhändler Adam (Christian Bauer) und Kurfürstin Maria (Peggy Steiner) genießen einen Abend in der Weinstube beim Heurigen mit zünftiger Zithermusik.

Quelle: Dirk Schneider

Eutin. So fährt die Christel von der Post (Susanne Grosssteiner) bei ihrem ersten Auftritt direkt vor den Zuschauerreihen auf der knatternden Vespa vor, hält am Konzertgraben und verteilt ein paar Einschreiben an die Musiker, bevor sie schließlich die Dorfbewohner auf der Bühne mit Briefen versorgt. Dort trifft sie auch ihren Verlobten, den Vogelhändler Adam (Christian Bauer), der sich eine Hochzeit aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht leisten kann. Die beiden gebürtigen Österreicher sorgen mit ihrem mundartlich eingefärbten Singspiel für eine authentische Note.

 Zur weiteren Handlung: Auch Baron Weps (Oliver Weidinger) ist chronisch klamm und sein Neffe, der Graf Stanislaus (Theodore Browne), sogar hoch verschuldet. Da kommt es den beiden Landadeligen sehr gelegen, dass sich der Kurfürst zur Jagd angesagt hat. Der Baron treibt beim Bürgermeister (Claus Frankl) und den Bauern Geld ein, um den Kurfürsten wegen ihrer Wilddiebereien Milde zu stimmen. Als der Lehnsherr absagt und die Einnahmequelle zu versiegen droht, drängt Weps Stanislaus, in die Rolle des Kurfürsten zu schlüpfen. Das ruft nun wiederum die Kurfürstin (Peggy Steiner) auf den Plan, die sich mit der Hofdame Adelaide als Bauernmädchen verkleidet, um ihren als Schürzenjäger verschrienen Mann in flagranti zu erwischen. In der Weinstube trifft sie auf Adam, der nach einem Streit mit Christel Trost sucht. Diese missversteht die Situation und gibt in ihrer Eifersucht Stanislaus Werben nach. Die Kurfürstin ist hingegen von Adam so angetan, dass sie diesem den Posten als Menageriedirektor zuschanzen lässt, obwohl dieser alles tut, um bei der Prüfungskommission durchzufallen.

 Musikalisch „gewürzt“ ist die Operette mit vielen Gassenhauern wie Grüß euch Gott, alle miteinander, Ich bin die Christl von der Post und Schenkt man sich Rosen in Tirol. Am Ende finden sich natürlich ein paar Paare.

 Die Operette feiert Freitag, 24. Juli, 20 Uhr, Premiere. Weitere Aufführungen: 26. Juli und 6. August (19 Uhr), 1., 7., 8. und 14. August (jeweils 20 Uhr), 2. August (15 Uhr). Die Kartenzentrale in der Opernscheune ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Hotline: Tel. 04521/80010, www.eutiner-festspiele.de

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Festspiele
Foto: Man schätzt sich in Eutin: Intendantin Dominique Caron (links) und Geschäftsführerin Sabine Kuhnert.

In Bayreuth läuft der Zwist (traditionell) im Vorfeld, auf Eutins Grünem Hügel verhageln umstrittene Beschlüsse die 65. Festspielzeit. Hier wie da geht es nicht um Kunst allein, wohl aber um Harmonie und Dissonanzen. Zwischen den beiden Saisonpremieren trafen diejenigen Herren, die vor vier Jahren die Eutiner Festspiele beherzt vor der drohenden Insolvenz gerettet haben, eine knappe Mehrheitsentscheidung, die nun ihre eigene Aufbauarbeit zu gefährden droht.

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