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Countdown für die LGS

Eutin Countdown für die LGS

Der Countdown hat begonnen: Eutin zählt die Tage bis zur Landesgartenschau (LGS) 2016. Heute sind es noch 321 bis zur Eröffnung am 28. April. Im Bahnhof enthüllten die NDR-Moderatoren Marie-Luise Bram und Jan Malte Andresen eine Uhr, mit der es rückwärts in die Zukunft geht. Von Ralph Böttcher und Orly Röhlk

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74 Mädchen und Jungen des Kindergartens Spatzennest führten vor dem Eutiner Bahnhof einen Rebhuhn-Rap auf und ließen 321 Luftballons steigen.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. So formulierte es Bürgervorsteher Dieter Holst und erinnerte an die drei Spatenstiche im Küchengarten, zwischen Opernscheune und Altem Forsthaus sowie auf dem Bahnhofsvorplatz. Sie symbolisierten den Beginn der Bauarbeiten für den Schlossgarten, die LGS und die Stadtentwicklung. Alle drei gehörten zusammen, so Holst.

 Die LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt und Martin Klehs blickten ebenfalls nach vorn. Klehs unterstrich die positive Perspektive für Eutin als Investition in die Zukunft und kündigte rund 800 Veranstaltungen an. Insbesondere Kindern ließe sich mit Unterricht in freier Natur spielerisch und nachhaltig Bildung vermitteln.

 Rubelt bezeichnete die vergangene Woche als anstrengend, intensiv und herausfordernd. Es gebe immer auch zwei Seiten. Damit spielte er auf Vorwürfe der Anwohner der Stadtbucht an, die gegen die nicht genehmigten Rammarbeiten für eine Spundwand vorgegangen waren. Wie berichtet, hatte das Verwaltungsgericht Schleswig vergangene Woche die Arbeiten per Hängebeschluss gestoppt. Rubelt forderte zur Besonnenheit auf: „Es ist ein großes Projekt von eminenter Wirkung, das uns fordert.“

 Am Nachmittag auf einer Baustellenführung über das LGS-Gelände waren die Rammarbeiten kein Thema. Die gut 30 Teilnehmer interessierten sich mehr für Details wie Parkplätze und Wanderwege und vor allem für die Zeit nach der Gartenschau. Rubelt bemühte wiederholt den Begriff der Nachhaltigkeit: So werde der Haupteingangsbereich an der Oldenburger Landstraße später als Wohnmobilstellplatz für 24 bis 26 Fahrzeuge umgebaut. Die in Stahlkanten gefassten Blumenbeete lassen jetzt schon die Stellplätze erkennen. Der Zugang zum Seeufer werde in Serpentinen behindertengerecht gestaltet – bei einem Gefälle von sieben Prozent. Der bisher parallel zum Ufer verlaufende Wanderweg soll „abgerissen“ werden. Rubelt erinnerte daran, dass die Stadt Eutin bereits 2006 einen Landschaftspark an dieser Stelle geplant habe.

 Ebenfalls für das Leben nach der LGS ist ein Boots-Shuttle geplant, der von der früheren „Badestelle“ der Bundeswehr – die Rettberg-Kaserne liegt direkt gegenüber dem Haupteingang – zum Freischütz-Anleger führen soll. „Wir wollten keine Bimmelbahn auf dem Gelände“, erklärte Geschäftsführer Klehs. Hier konnte man die Gelegenheit nutzen und baufällige Stege erneuern. Die Bundeswehr stellte ihre Grundstücke am See zur Verfügung. Der Betrieb wird ausgeschrieben – ob dort Elektro- oder Dieselboote verkehren werden, konnten die LGS-Verantwortlichen noch nicht sagen. Das Interesse in der Öffentlichkeit ist offenbar groß: Aus der Runde der Baustellenbesucher kam gestern schon die Frage, ob die Fahrt im Eintrittspreis enthalten sei.

 Ein Stück weiter an der Oldenburger Landstraße stadteinwärts entsteht der sogenannte „Wanderer-Parkplatz“. Auch er wird nach der LGS der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Auf dem historischen Bauhof-Areal soll die Hauptgastronomie der LGS Platz finden. In dem alten Kuhstall ist eine Jugendherberge geplant; hier sucht man noch einen Investor.

 Überraschend sprach gestern kaum jemand über die Hauptakteure der Schau: die Pflanzen. 160000 Blumenzwiebeln seien geordert, wie Landschaftsplanerin Stephanie Bolz erzählte. Den Anfang machen traditionell die Tulpen – „zu 99,9 Prozent in Rot und Weiß“. Sie werden im Herbst gesetzt. Danach folgen – auch keine Überraschung – die Narzissen. Stephanie Bolz betonte die gute Zusammenarbeit mit den Gartenbaubetrieben aus der Region. Hier hätten sich durch die beiden vorangegangenen Landesgartenschauen in Norderstedt und Schleswig sehr gute Kontakte entwickelt.

 

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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