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Ein Wiedersehen mit Carmen

Eutiner Festspiele Ein Wiedersehen mit Carmen

Die Intendantin der Eutiner Festspiele Dominique Caron bringt Bizets Oper „Carmen“ erneut auf die Seebühne im Eutiner Schlossgarten. Zum zweiten Mal nach 2013, aber mit neuer Dramaturgie und ebensolcher Musik entwickelt sie dort das leidenschaftliche Spiel um Hass und Liebe.

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Carmen (Milana Butaeva) wird von den Männern begehrt, von den anderen Frauen der Zigarettenfabrik angefeindet.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. Für die besondere Note sorgt nicht zuletzt die eigens neu gegründete Kammerphilharmonie Lübeck unter Leitung des Dirigenten Leo Siberski. Das Orchester aus 56 freien Musikern interpretiert die klassische Musik neu, um sie auch für ein jüngeres Publikum attraktiv zu machen. Man werde die Carmen so spielen, wie Bizet sie gemeint hat, erklärten Caron und Siberski bei der Vorstellung des Projekts. Neu sind als Kinderchor die Hamburger Alsterspatzen dabei. Einige der Chorsänger und Solisten dürften dem Eutiner Publikum bekannt sein.

 Milana Butaeva (Mezzosopran) gibt erneut die Carmen. Don José ist der Tenor Eduardo Aladrén, der 2015 als Radames in „Aida“ sein Eutin-Debüt gab. Peggy Steiner (Sopran, unter anderem 2012 Prinzessin Laya in „Die Blume von Hawaii“) ist wieder als Micaëla zu sehen, und Bass-Bariton Christoph Woo spielt und singt diesmal den Escamillo. Woo war 2015 der König in Verdis Oper „Aida“ auf der Naturbühne und gab 2014 den Ferrando im „Troubadour“. Die weiteren Rollen: Frasquita (Julia Bachmann), Mercedes (Stephanie Christiano), Dancaïro (Manos Kia), Remendado (Theodore Browne), Zuniga (Oliver Weidinger), Moralès (Grzegorz Sobczak). Gesungen wird in französischer Sprache. Die Sprechtexte sind auf deutsch.

 Anstößig, skandalös, unspielbar, unsingbar: Die Uraufführung der „Carmen“ nach der Novelle von Prosper Mérimée am 3. März 1875 an der Pariser Opéra Comique soll ein Schock für das Publikum gewesen sein und offenbar eine Zumutung für Orchester und Chor. Zu realistisch die Handlung, zu leidenschaftlich die Figuren. Den späteren Ruhm seines Werks erlebte der Komponist Georges Bizet nicht mehr. Er starb am 3. Juni desselben Jahres. Heute gehört „Carmen“ weltweit zu den meistgespielten und beliebtesten Opern. Das Werk ist auch einer der Favoriten in der 66-jährigen Geschichte der Eutiner Festspiele. 1962 erstmalig aufgeführt, war der Klassiker 1967, 1973, 1974, 1995, 1996, 2004 und 2013 auf dem grünen Hügel zu erleben.

 Premiere ist am Freitag, 8. Juli, 20 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 13., 23. und 29. Juli sowie am 6. und 13. August, jeweils 19 Uhr. Am 16. Juli ab 18 Uhr. Für den Besuch der Aufführungen der Festspiele ist kein Landesgartenschauticket erforderlich. Tickets gibt es unter Tel. 04521/80010 und auf www.eutiner-festspiele.de.

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