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Rassismus-Vorwürfe gegen Polizeischule

Eutin Rassismus-Vorwürfe gegen Polizeischule

In der Polizeischule Eutin sollen Ausbilder Polizeianwärter mit rassistischen Sprüchen beleidigt haben. Wie das Innenministerium den Kieler Nachrichten bestätigte, laufen derzeit drei Verfahren, in denen „Vorwürfe rassistischen Handelns oder solcher Äußerungen“ untersucht werden.

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 Die Polizeischule war erst vor einem Jahr durch die sogenannte WhatsApp-Affäre erschüttert worden.

Quelle: Ulf Dahl (Symbolbild)

Eutin. Hinzu kommen drei Fälle von Sexismus. In allen Fällen seien disziplinarische und strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden.

Nach Informationen der Kieler Nachrichten ist der jüngste Fall erst wenige Wochen alt: Im August soll ein Ausbilder auf Geheiß der Behördenleitung bis auf Weiteres vom Dienst entbunden worden sein. Der Pädagoge steht im Verdacht, vor der Klasse einen aus der Türkei stammenden Polizeischüler beleidigt zu haben. „Hau dem Türken doch mal aufs Maul“, soll der Mann gesagt haben.

In einem weiteren Fall geht es um einen ehemaligen Polizeischüler aus Kamerun. Er war von der Polizeiführung als Paradebeispiel für gelungene Integration gesehen worden, hat aber inzwischen seine Ausbildung abgebrochen. Der 29-Jährige soll von einem Lehrer in einem Gespräch unter Ausbildern als „Quotenneger“ bezeichnet worden sein. Auch diesen Fall bestätigte das Innenministerium. Nicht bewiesen sei allerdings, ob die umstrittene Äußerung wirklich von einem Ausbilder stamme.

Die Polizeischule war erst vor einem Jahr durch die sogenannte WhatsApp-Affäre erschüttert worden, in der es ebenfalls um rassistische und sexistische Äußerungen ging. Am Sonntag sollen bei einem Festakt in Eutin 372 Dienstanfänger ihren Eid ablegen. Etwa 3000 Angehörige und geladene Gäste werden erwartet

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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