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Europa-Schule an den Auewiesen

Malente Europa-Schule an den Auewiesen

Die Malenter Schule an den Auewiesen zählt zu den landesweit knapp 40 Europa-Schulen. Bildungsministerin Britta Ernst überreichte die Ernennungsurkunde in einer Feierstunde an Schulleiter Thilo Philipp.

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Bildungsministerin Britta Ernst überreichte die Ernennungsurkunde zur Europa-Schule an Schulleiter Thilo Philipp.

Quelle: Orly Röhlk

Malente. Die Auszeichnung wird auf Antrag verliehen, wenn eine Schule gewisse Standards der interkulturellen Zusammenarbeit erfüllt und den Unterricht innovativ gestaltet. Auf das Ereignis hatten sich die rund 350 Gemeinschaftsschüler und ihre Lehrer wochenlang vorbereitet. Sie präsentierten Gästen und Eltern eine „Europareise“, deren Projekte sich thematisch mit Minderheiten, Vorurteilen, Geografie, Musik, Sehenswürdigkeiten, Theater, Musik, Tänzen, Sportarten, Spielen, Erfindern, dem Brückenbau im übertragenen Sinn oder auch dem Essen, Märchen und der Gestaltung des Eingangsbereichs der Schule befassten. Jeder Schüler beteiligte sich an vier Projekten und erhielt einen von Lehrern gebastelten Reisepass.

 Die Musik-AG von Rainer Nitsch studierte Hold back the river von James Bay und Hey von Andreas Bourani ein, der Französisch-Kursus unter Leitung von Maren Andreas präsentierte einen Sketch, und einen Sketch auf Englisch steuerten die Schüler von Christine Duggen bei. „Die Schule glaubt an den europäischen Traum und lebt diesen Traum“, erklärte Ernst nach einem Diskurs über das Friedensprojekt Europa. Es lehre, dass Fremde nichts Bedrohliches seien, sondern bereichern könnten.

 2000 startete der Schüleraustausch mit der Partnerstadt Barwice (Bärwalde, Polen) mit Unterstützung des Vereins Futura Baltica, erzählte die stellvertretende Schulleiterin Astrid Fock. Sie kam vor sieben Jahren an die Schule und brachte europäische Kontakte mit. „Zwei Jahre lang haben wir Europa in all seinen Saucen gekocht“, blickte sie zurück. Es folgte die Teilnahme an Projekten wie „Europe powered by nature“, man bot einen Holländisch-Kursus an, heute fragten Schulen aus Italien und Dänemark einen Austausch an. Dieser sei nicht nur auf Europa begrenzt, verwies Bürgermeister Michael Koch auf Kontakte zu China und bezeichnete Fock als die EU-Außenbeauftragte der Schule. „Schüler und Lehrer lernen andere Kulturen kennen, bauen so Vorurteile ab und tragen zum friedlichen Miteinander bei“, beschrieb es Philipp. Er initiierte vor rund einem Dreivierteljahr den Antrag. „Die Schulkonferenz beschloss einstimmig, dass wir Europa-Schule werden wollen“, so der Vorsitzende des Schulelternbeirats Martin Guttchen. Und an die Schüler gewandt: „Ihr seid geborene Europäer, Ihr seid die Zukunft Europas.“

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