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Ehrenmal bleibt an seinem Standort

Eutin Ehrenmal bleibt an seinem Standort

Einen Bürgerentscheid zum Standort des Ehrenmals auf dem Eutiner Marktplatz wird es vorerst nicht geben. Die Stadtvertretung lehnte mehrheitlich einen entsprechenden Antrag der Grünen-Fraktion ab. Hintergrund ist ein Entwurf von Landschaftsarchitekten, die mit Plänen der Stadtentwicklung beauftragt sind.

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Die Bürgergemeinschaft hat immer wieder die Passantenstopper moniert. Begründung waren die mangelnde Barrierefreiheit und das Ortsbild.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. Sie schlugen vor, das 1875 errichtete Ehrenmal 20 Meter Richtung Rathaus zu verschieben, um eine größere Fläche für Veranstaltungen zu erhalten und versenkbare Wasserspiele zu installieren. Die Bürgerbeteiligung sei ein Zeichen demokratischer Stärke und wäre auch noch im Herbst möglich, argumentierte Monika Obieray für die Grünen auf den Einwand mehrerer Redner, der Zeitpunkt sei zu früh. Sie begrüßte die Idee der Verwaltung, für Januar eine Bürgeranhörung zu organisieren. Die Fraktionen sollten sich zunächst selbst mit dem Thema auseinandersetzen. Es sei der falsche Zeitpunkt für eine Bürgerbeteiligung, erklärten Heiko Godow (CDU), Hans-Georg Westphal (SPD) und Jens-Uwe Dankert (FDP).

 Wer mit offenen Ohren durch die Stadt ginge wisse schon, wie die Menschen abstimmen würden, so Godow. „Die Frage bewegt die Leute. Diejenigen, die wollen, dass das Ehrenmal stehenbleibt, gehen zum Bürgerentscheid, den anderen ist es egal.“ Westphal warf Obieray Populismus vor, Dankert fühlte sich „überrumpelt“, Matthias Rachfahl (CDU) monierte, es werde der dritte Schritt vor dem ersten gemacht. Man müsse sich rechtfertigen, obwohl man über die Versetzung des Ehrenmals noch gar nicht nachgedacht habe.

 Mit großer Mehrheit beschlossen die Stadtvertreter ein Verbot von sogenannten Passantenstoppern, Werbefahnen sowie Plakat- und Stelltafeln in der Innenstadt ab 1. Januar bis zu einer Neuregelung nach der Landesgartenschau. Barrierefreiheit sei das oberste Ziel, begründete Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz die Richtlinie. Als Kompromiss sind mit Sondernutzungserlaubnis Fahrradständer und Sonnenschirme sowie weitere Formen der Warenpräsentation mit einer Fläche von 20 mal 25 Zentimetern zugelassen. Ungenehmigte Schilder werden einkassiert. Grundsätzlich ist ein Korridor von 1,50 Meter Breite freizuhalten. Westphal betonte, man müsse auch noch über etwaige Sanktionen bei Zuwiderhandlung reden. Kleinere Geschäfte hätten keine Möglichkeit mehr, auf sich hinzuweisen, kritisierte Margret Möller für die FDP den Beschluss „über die Köpfe der Geschäftsleute hinweg“.

 Vor den Bürgermeisterwahlen am 28. Februar gibt es drei öffentliche Vorstellungsrunden der Kandidaten am 28. Januar sowie am 3. und 9. Februar in Eutin, Fissau und Neudorf.

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