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Eine Stadt wird neu möbliert

Eutin Eine Stadt wird neu möbliert

Die Stadt Eutin befindet sich in der größten Sanierungsmaßnahme ihrer Geschichte. Nach den Umgestaltungen zur Landesgartenschau geht die Entwicklung jetzt in der historischen Altstadt weiter. Das 30-Millionen-Euro-Programm hat es in sich. Im Mai geht's in der Peterstraße los.

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Repräsentativ und großzügig in der Optik: So könnte die neue Pflasterung in der Peterstraße aussehen.

Quelle: Visualisierung: Büro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

Eutin. Der Umbau des ZOB, Architekten-Wettbewerb für die Historische Reithalle und die Baumaßnahme „Östliche Peterstraße“ zwischen Albert-Mahlstedt-Straße und Markt gehören zu den Projekten.

Eutins „Flaniermeile“ Peterstraße soll ein neues, frisches Gesicht bekommen und nach der Maßnahme eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität bieten, erklärt Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt. So sollen die befahrbaren Bereiche mit Naturgroßsteinpflaster hergestellt werden.

Ansprechenderes Bild vor den Geschäften

Eine neue Struktur erhalten die Bereiche vor den Geschäften. Die Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt spricht von „modernen Stadtmöbeln“ in Stahl- und Holzkombination mit anthrazitfarbener Pulverbeschichtung. Geplant seien auch neue Mastleuchten, Fahrradbügel und Papierkörbe, die zusammen „für ein ansprechendes Gesamtbild“ sorgen sollen.

Dazu würden Zierapfelbäume in einer Linie angeordnet, passend zur bereits modernisierten westlichen Peterstraße. Die Gastronomie vor Ort werde auch in Zukunft Sitzplätze zwischen den Bäumen behalten.

Dauerbaustellen und Lärmbelästigung befürchtet

Auf heftige Kritik von Anliegern und Geschäftsinhabern trifft die angekündigte Sanierung der Ver- und Entsorgungsleitungen in der Peterstraße durch die Stadtwerke und die städtischen Betriebe: Sie fürchten Dauerbaustellen und Lärmbelästigung, wenn die Betontragschicht aufgestemmt werde. Dabei sei die Erneuerung der Leitungen noch gar nicht notwendig. Eine „Bürgerinitiative für den Erhalt der historischen Innenstadt“ will nun bei der Kommunalaufsicht vorstellig werden.

Die Stadt beruft sich unterdessen auf getroffene Vereinbarungen: „Politik, Verwaltung und Einzelhandel hatten sich im vergangenen Jahr in einem Runden Tisch Handel/Stadtsanierung abgestimmt“, erklärt Kerstin Stein-Schmidt. „Die Geschäfte werden während der gesamten Bauzeit erreichbar sein.“

 
 

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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