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Flagge zeigen für Europa

Eutin Flagge zeigen für Europa

1947 hatte der erste Kongress der gerade gegründeten Europa-Union in Eutin stattgefunden. Genau 70 Jahre später am Sonntag wurde ein flammender Appell für die europäische Idee gehalten. „Die Zeit ist mehr als reif, dass wir wieder Flagge zeigen“, erklärte Kreisvorsitzende Herlich Marie Todsen-Reese.

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Die Europa-Union Ostholstein ließ auf dem Marktplatz in Eutin blaue EU-Luftballons aufsteigen.

Quelle: Silke Rönnau

Eutin. Vor 30 Jahren sei das das 40-jährige Bestehen in der Rosenstadt mit dem damaligen Bundesvorsitzenden und ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel gefeiert worden. „Damals herrschte eine tolle Stimmung für Europa“, erinnerte sich Todsen-Reese, zu dem Zeitpunkt gerade in ihr Amt gewählt. „Heute müssen wir wieder auf die Märkte, auf die Straße gehen und die Menschen neu für die europäische Idee begeistern.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg habe eine Sehnsucht nach Frieden, Freiheit und Wohlstand geherrscht. Heute sei es so selbstverständlich geworden, dass viele nicht erkennen, dass man dafür etwas tun müsse.

„Europapolitik ist Kommunalpolitik – und umgekehrt“, betonte Landrat Reinhard Sager. Frieden und Freiheit seien keineswegs selbstverständlich. „Es ist unerträglich, dass wir in Europa wieder Kriege haben“, verwies er auf die Kämpfe in der Ukraine. Uwe Döring, Landesvorsitzender der Europa-Union, betonte, dass sich in Zeiten der Globalisierung die Rechte der Menschen nur mit einer starken EU verteidigen ließen. „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass es uns ohne Europa besser gehen würde.“

Anwesend waren auch die Landtagsabgeordneten Regina Poersch (SPD) und Tim Brockmann (CDU). „Wer an Europa zweifelt, muss sich Soldatenfriedhöfe angucken und weiß dann, wohin Nationalismus führen kann“, so Poersch. Brockmann nennt die EU ein Heim für 500 Millionen Menschen, die gemeinsame Wurzeln hätten. Und jeder EU-Bürger könne hinfahren, arbeiten oder leben, wo er will.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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