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Polizeinachwuchs: Immer mehr Bewerber

Eutin Polizeinachwuchs: Immer mehr Bewerber

Der zweite Mammut-Jahrgang der schleswig-holsteinischen Landespolizei ist jetzt offiziell gestartet. 350 Anwärter legten am Sonntag vor Innenminister Hans-Joachim Grote in Eutin ihren Diensteid ab. Anzeigen gab es gegen zwei Männer im Publikum, die beim Erklingen der Nationalhymne einen Hitlergruß gezeigt haben sollen.

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350 Polizeianwärter legten vor Innenminister Hans-Joachim Grote in Eutin ihren Dienssteid ab.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Eutin. In den kommenden Jahren soll die Zahl der Nachwuchs-Polizisten auf durchschnittlich 400 steigen. Die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und der Bereitschaftspolizei (PDAFB) und die Fachhochschule für Verwaltung in Altenholz geraten damit an ihre Kapazitätsgrenzen. Hintergrund ist die geplante Aufstockung der Dienstposten der Polizei um 500. Sorgen um den Nachwuchs muss sich die Landespolizei allerdings nicht machen. Auf die 350 Stellen kamen 3766 Bewerber, 300 mehr als im vergangenen Jahr. Nur jeder etwa zehnte wurde also genommen. Landespolizeidirektor Ralf Höhs verband diese Zahlen mit einem Lob an die Anwärter: „Wir nehmen nicht jeden, sondern nur die besten.“

Grote: "In der Bürgerpolizei kein Platz für Rassismus"

Der kürzlich aufgekommene Verdacht, dass ein Ausbilder in Eutin einen türkischstämmigen Anwärter rassistisch beleidigt haben soll, spielte nur in wenigen Sätzen der Festredner eine Rolle. Die Polizeispitze will sich am Montag ausführlich zu den Vorwürfen äußern. Insgesamt sind sechs Verfahren gegen Ausbilder und Anwärter wegen sexistischer oder rassistischer Äußerungen anhängig.  Der Leiter der PDAFB, Michael Wilksen, warnte davor, der gesamten Organisation einen Rassismusvorwurf zu machen. Er sprach von Einzelfällen, auf die man konsequent reagieren werde. Ähnlich äußerte sich Innenminister Grote. „In unserer Bürgerpolizei haben Rassismus, Sexismus und Mobbing keinen Platz.“ Jeder Verstoß dagegen werde ohne Ansehen der Person geahndet. Das Vertrauen in die Polizei sei ein Fundament unseres Staates.

Hitlergruß während der Nationalhymne

Unangenehm aufgefallen sind während des Festaktes zwei Männer im Publikum, die beim Erklingen der Nationalhymne einen Hitlergruß gezeigt haben sollen. Die Polizei erteilte ihnen einen Platzverweis und erhob Anzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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