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Wer die Gartenschau kennt, empfiehlt sie gern weiter

Eutin Wer die Gartenschau kennt, empfiehlt sie gern weiter

„Halbzeit“ für die Landesgartenschau (LGS) in Eutin: Mit rund 230000 Besuchen liegt die Zwischenbilanz zwar unter den Erwartungen von 300000. Dennoch sind die Verantwortlichen zuversichtlich.

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Bei den Besuchern der Landesgartenschau besonders beliebt: der Küchengarten.

Quelle: Peter Thoms

Eutin. In der Hauptreisezeit mit vielen Feriengästen in der Region und einem attraktiven Programm in der zweiten Hälfte hofft man auf ein gutes Ergebnis. Zusätzliche Werbemaßnahmen sollen für mehr Besucher sorgen. So werde etwa die Zahl der Promotion-Teams verdoppelt, kündigte LGS-Geschäftsführer Martin Klehs an. Künftig werden vier Teams zusammen mit LGS-Maskottchen „Käptn Eu“ für die Gartenschau werben. „Wir möchten noch intensiver das Freizeitangebot für Familien in den Mittelpunkt unserer Kampagne stellen“, so Klehs.

Auch sein Geschäftsführer-Partner Bernd Rubelt sieht bei den Besucherzahlen „noch Luft nach oben“. Die Hochrechnungen basierten auf einer externen Besucherprognose. Dabei wurden die Erfahrungen früherer Landesgartenschauen berücksichtigt. „Wir werden entsprechend im Marketing nachsteuern und unsere Aktivitäten gerade jetzt zur Ferienzeit an der Küste verstärken“, sagte Rubelt.

Dauerkarten liegen "weit über Plan"

Die durchwachsene Zwischenbilanz führt die LGS-Leitung zum Teil auf äußere Umstände zurück. Die erste Gartenschau-Halbzeit sei von unbeständigem Wetter geprägt gewesen. Nach dem kühlen und nassen Start Ende April/Anfang Mai folgte eine heiße Phase im Juni mit teilweise Starkregen.

In den 230000 „Geländezugängen“ sind auch Dauerkarteninhaber enthalten. Jeder einzelne Besuch auf dem LGS-Gelände wird gezählt, ob mit Einzel- oder Dauerticket. Besonders positiv habe sich der Dauerkartenverkauf entwickelt, erklärte Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der LGS-Gesellschaft ist. Mit mehr als 11300 verkauften Dauerkarten „liegen wir weit über Plan“, sagte Schulz.

Auch das Gruppengeschäft sei gut angelaufen. Bis heute seien bereits 700 Busse zur LGS nach Eutin gekommen, erklärte Geschäftsführer Klehs. „Damit liegen wir im Plan. Unsere Erwartungen in diesem Bereich sind erfüllt worden und die Buchungslage ist weiter gut.“

Besucher bewerten Schau als gut

In einer Besucherbefragung auf dem Gelände bewerteten 93 Prozent der Befragten die Gartenschau als gut bis sehr gut. 91 Prozent würden sie weiterempfehlen. Zu den „Highlights“ zählen demnach die Stadtbucht, die Hausgärten, die Spielmöglichkeiten für Kinder und der Küchengarten.

80 Prozent der Besucher kamen nach Angaben der LGS aus Schleswig-Holstein, jeder Fünfte aus anderen Bundesländern. Mehr als die Hälfte der befragten Besucher gab an, Eutin in den Folgejahren wieder besuchen zu wollen. Als Gründe dafür wurden die Altstadt, die Landschaft und das Schloss genannt.

Sehr positiv seien die Veranstaltungen auf der LGS wahrgenommen worden, heißt es in der Zwischenbilanz. Fast 1000 Konzerte, Lesungen, Sportkurse, Ausstellungen und Messen fanden seit der Eröffnung am 28. April statt.

Und die zweite Halbzeit habe es in sich: Lichterglanz im Schlossgarten (29. und 30. Juli), Jan Josef Liefers (2. September) auf der Sparkasse-Holstein Bühne und der Landesgeburtstag „70 Jahre SH“ am ersten Oktoberwochenende. Die Blumenhallenschauen würden weiter mit wechselnden Ausstellungen für „florale Akkorde“ sorgen – ebenso wie die Rosen und der Sommerflor, der sich jetzt in voller Blüte präsentiert.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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Kommentar

Ein Viertel weniger Besucher zur Halbzeit als erwartet – das klingt nach einer kalten Dusche für die Landesgartenschau in Eutin. Tatsächlich verweisen die Veranstalter aufs schlechte Wetter und kündigen zusätzliche Werbemaßnahmen an.

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