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Eutiner Festspiele neu geordnet

Neue Eigentümer Eutiner Festspiele neu geordnet

Rund um die Opernscheune ist alles Baustelle. Innen drin hat sich die Lage geklärt: Geradezu gelassen sitzt da das Führungstrio der Eutiner Festspiele und blickt optimistisch und voller Tatendrang in die Zukunft.

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„Wir sind gut davor“: das Führungstrio der Eutiner Festspiele mit Geschäftsführerin Sabine Kuhnert, Intendantin Dominique Caron und dem technischen Direktor Arend Knoop.

Quelle: Konrad Bockemühl

Eutin. Vier Jahre, nachdem die Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) die Festspiele 2011 vor der Insolvenz gerettet hatte, ist eine neue Phase mit neuen Eigentümern eingeläutet - die wiederum so neu nicht sind: Die durch Geschäftsführer Mirko Stemmler vertretene Cautus Vermögensverwaltungsgesellschaft (Hamburg) als Mehrheitsgesellschafter ist bereits seit 2012 Eigentümerin der Opernscheune. Ingenieur Joachim Scheele war bereits in der alten Konstellation für die WVE Beiratsmitglied, ebenso wie Autohändler Arend Knoop, der sich als Technischer Direktor des Festspiele mit genauso viel Tatkraft wie Herzblut für Bühnenbild und -technik engagiert.

 Vor allem aber: Man kann miteinander. Die neuen Gesellschafter setzten auf Intendantin Dominique Caron ebenso wie die unter WVE-Vertretern nicht unumstrittene Geschäftsführerin Sabine Kuhnert. Beide zumindest in den kommenden zwei Jahren unbedingt zu halten, war Bestandteil der nach sommerlichen Querelen nun einvernehmlichen Übernahme. Und so präsentierte sich das Führungstrio jetzt spürbar aufgeräumt und einträchtig vor den neuen Plakaten für die Saison 2016, für das wichtige Jahr der Landesgartenschau (LGS) in Eutin. Das Bühnenbild für Carl Maria von Webers Freischütz war da schon im Modell zu sehen, ab sofort soll es unter Knoops Leitung in einer beheizten Halle am Bungsberg entstehen.

 Der Freischütz kehrt nach elf Jahren wieder heim auf die Eutiner Freilichtbühne, für Intendantin Caron eine besondere Herausforderung rund um die großen Themen Natur, Aberglaube, Angst und Liebe. Susanne Grosssteiner (2015 die Christel von der Post) soll das Ännchen singen, Susanne Braunsteffer, Aida dieses Sommers, die Agathe, als Chorleiterin ist Doris Vetter (Hamburg) neu dabei. Eine neue Sicht will die Regisseurin auch auf Bizets Carmen werfen, die bereits 2013 am Eutiner See zu sehen war. Weshalb sie auf bewährte Sänger wie Milana Butaeva (Carmen), Eduardo Aladrén (Don José) und den Kieler Christoph Woo (Escamillo) zurückgreifen kann. Das gilt auch für die Wiederaufnahme von Zelters Vogelhändler, diesmal in der Regie Philipp Lüsebrinks, dem Prof. Süffle dieser Saison. Das „federleichte Werk“ passe einfach zur Landesgartenschau – neue Zielgruppen sollen auch durch nachmittägliche Vorstellungen gewonnen werden. Für die drei Produktionen sind zwischen 24. Juni und 13. August 20 Vorstellungen im Schlosspark angesetzt. Zum Auftakt kommen noch Orffs Carmina Burana dazu, aufgeführt von der Eutiner Kantorei und Münchner Motettenchor mitten im Chorfestival der Gartenschau.

 Man sprüht vor Ideen, auch was Kooperationen mit SHMF oder Landestheater betrifft oder künftig mehr, womöglich kleinere Produktionen jenseits der Open-Air-Bühne. Aber man plant vorsichtig: Für 2016 soll bei einer 62-prozentigen Auslastung die schwarze Null erreicht sein, nachdem es in dieser nicht unbeschwerten Saison mit 64 Prozent geklappt hat. Das Trio ist zufrieden. Auch, weil es klare Treue-Signale der bisherigen Zuschussgeber, von Land, Kreis und Stadt erhalten hat. Und wenn alle mitmachen, so hofft Sabine Kuhnert, könnte es sogar noch einen Zuschlag für die „grüne“ 66. Spielzeit geben.

  www.eutiner-festspiele.de

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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