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Eutin setzt auf Vielfalt

Programm der Festspiele Eutin setzt auf Vielfalt

Ziel der Eutiner Festspiele ist es, neue Wege zu gehen, um klassische Musik für ein jüngeres Publikum attraktiv zu machen. „Unsere neue Strategie ist Vielfalt“, brachte es Festspiel-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert auf den Punkt. Sie stellte am Freitag die Neuerungen vor.

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Schulterschluss für ein ambitioniertes Projekt mit Pilotcharakter: Gastdirigent Leo Siberski (von links), Festspiel-Geschaftsführerin Sabine Kuhnert, Sparkassenvorstand Martin Lüdiger und Intendantin Dominique Caron.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. An der Seite der Intendantin waren Gastdirigent Leo Siberski und Vorstand Martin Lüdiger von der Sparkasse Holstein mit dabei. Neu ist auch, dass die Sparkasse als Sponsor wieder mit im Festspiel-Boot sitzt. Über ihre Kulturstiftung Ostholstein ermöglicht sie als Pilotprojekt den Einsatz der neu gegründeten Kammerphilharmonie Lübeck (kurz KaPhiL) bei den Aufführungen der Bizet-Oper Carmen unter Leitung von Siberski.

 Einige Jahre sind vergangen, als die Sparkasse sich finanziell zurückzog, nachdem die alten Eutiner Festspiele insolvent und die Zukunft der Opernscheune ungewiss waren. „Es ist der richtige Zeitpunkt, bei den neuen Eutiner Festspielen einzusteigen“, erklärte Lüdiger. Die Eigentümerfrage der Opernscheune sei geklärt, sodass man in die Zukunft gucken könne. Es sei ideal für einen sanften Einstieg, zu einem speziellen Thema den Fuß in die Tür zu bekommen und auch ideal im Jahr der Landesgartenschau (LGS), weil man dort ohnehin Sponsor sei.

 Leo Siberski werde mit dem Festspiel-Orchester Zellers Vogelhändler dirigieren und mit der Kammerphilharmonie Carmen, sagte Caron. „Es gibt kaum ein Festspielhaus, das ausschließlich mit nur einem musikalischen Team arbeitet. Zwei Orchester sind eine Bereicherung“, betonte die Intendantin. Für sie ist es die fünfte Spielzeit in Eutin. „Die Zukunft wird nur möglich, wenn wir offen für neue Ideen und Konzepte sind“, ist sie überzeugt.

 Die Kammerphilharmonie besteht aus rund 80 freien Musikern, viele davon Absolventen der Lübecker Musikhochschule, die für Projekte in wechselnder Besetzung und Größe zusammenkommen. 56 von ihnen werden in Carmen spielen. Siberski ist Chefdirigent des Orchesters und hat mit den Gründern Andy Limpio und Helge Tischler sowie Konzertmeister Jan Baruschke die Musiker ausgewählt. Das Ensemble verwalte sich selbst, wähle sein Repertoire genreübergreifend aus und erschließe neue Räume und Formate. Ziel sei es, über Jazz und Pop einen anderen Blick auf klassische Musik zu bekommen und Hochkultur und Eventkultur zu verbinden. Carmen bleibe aber Carmen, man werde sie so spielen, wie Bizet die Oper gemeint hat, versicherten Siberski und Caron. Es sei eine Interpretationsfrage der Noten, die Hauptfigur frech, sexy oder kalkulierend wirken zu lassen oder einem Thema Schwere oder Leichtigkeit zu geben, so die Intendantin.

 Als weitere Besonderheit singen in Carmen 15 bis 20 Mitglieder des Alsterspatzen-Kinderchors aus Hamburg. Sie werden zu allen Proben und Aufführungen aus Hamburg geholt und wieder zurückgefahren. Man greift auf diese „Profis“ zurück, da für Proben wegen der LGS in dieser Saison nicht so viel Zeit zur Verfügung steht.

 Saisonauftakt ist am 24. Juni mit Webers Freischütz. Mit Dirigentin Romely Pfund steht dort erstmals in der 66-jährigen Festspielgeschichte eine Frau am Pult. Nach der Carmina Burana (2. Juli) hat Carmen am 6. Juli öffentliche Generalprobe und am 8. Juli Premiere. Der Vogelhändler steht ab 20. Juli auf dem Programm. Rabatte gibt es in unterschiedlichen Arten bei Vorlage verschiedener Karten, dazu zählt auch die die Vorlage einer LGS-Tageskarte, außerdem für Schüler, Studierende und Schwerbehinderte. Ticket-Hotline 04521/80010, E-Mail an karten@eutiner-festspiele.de oder auf www.eutiner-festspiele.de

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