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Frau gesteht tödliche Messerattacke auf Ehemann

Kabelhorst Frau gesteht tödliche Messerattacke auf Ehemann

Eine 43-Jährige soll ihren Ehemann in Kabelhorst (Kreis Ostholstein) mit 14 Messerstichen getötet haben. Vor Gericht gesteht sie unter Tränen. Das Opfer habe sie erniedrigt und beleidigt, schließlich habe sie die Kontrolle verloren.

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In Lübeck steht eine Frau aus Kabelhorst vor Gericht. Sie soll ihren Mann getötet haben.

Quelle: dpa

Kabelhorst/Lübeck. Im Prozess um den Mord an einem Familienvater in Ostholstein hat die angeklagte Ehefrau am Mittwoch in Lübeck unter Tränen ein umfassendes Geständnis abgelegt. Sie habe ihren Mann getötet, sagte die 43-Jährige. Es tue ihr sehr leid, was passiert sei und dass sie so viel gelogen habe, sagte die Angeklagte mit leiser Stimme. Ihr wird vorgeworfen, im Oktober 2015 in Kabelhorst im Kreis Ostholstein ihren schlafenden Ehemann mit 14 Messerstichen heimtückisch ermordet zu haben.

„Es tut mir sehr leid. Er ist der Vater meiner Kinder, ich weiß nicht, was ich den Kindern erzählen soll“, sagt die Angeklagte. Die kleine, kräftige Frau sitzt zusammengesunken auf der Anklagebank. Ihren Blick hält sie gesenkt, ihre Stirn stützt sie auf ihre gefalteten Hände.

In Englisch schildert die aus dem zentralfrikanischen Land Kamerun stammende Frau, wie sie am Abend des 22. Oktober 2015 mit einem großen Fleischmesser auf ihren 58 Jahre alten, ebenfalls aus Afrika stammenden Ehemann eingestochen hat. „Ich habe die Kontrolle über mich verloren. Ich kann mich an Einzelheiten nicht erinnern“, sagt sie. Dabei ist ihre Stimme so leise, dass selbst die neben ihr sitzende Dolmetscherin sie kaum versteht.

Ihr Mann habe keineswegs geschlafen, als sie ihn attackierte, sagte sie. „Nach dem ersten Stich hat er seinen Arm gehoben und versucht, mich festzuhalten, aber ich habe weiter gemacht“, sagte sie. Als sie realisiert habe, dass ihr Mann tot war, habe sie die Polizei und den Rettungsdienst gerufen, sagte die Angeklagte vor Gericht. Bei der Polizei hatte sie behauptet, Fremde seien in das Haus eingedrungen und hätten ihren Mann umgebracht.

Unter Tränen schilderte sie, dass ihre Ehe zunehmend schlechter geworden sei. „Mein Mann hat mich beleidigt und gedemütigt. Er hat gesagt, mein Körper sei verrottet und stinke“, sagte sie vor Gericht. Außerdem habe sie Angst davor gehabt, von ihrem Mann nach Afrika zurückgeschickt zu werden. Vom am ersten Verhandlungstag erwähnten Voodoo-Zauber des Ehemannes war dagegen in der Aussage am Mittwoch keine Rede mehr.

Das Paar hatte 2010 in Kamerun geheiratet und war 2011 in ein Einfamilienhaus in den kleinen Ort Kabelhorst gezogen. Die beiden Kinder wurden 2011 und 2013 geboren. Nachbarn hatten vor Gericht ausgesagt, das Paar habe auf sie einen harmonischen Eindruck gemacht. Der Prozess wird fortgesetzt.

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