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Freizeitreiter fliegen nach Indien

Malente/Eutin Freizeitreiter fliegen nach Indien

Fünf Freizeitreiter aus Deutschland fliegen am Sonntag nach Indien, um an der International & Asian Tent Pegging Competition teilzunehmen. Mit dabei sind Norbert Spieß (50) aus Malente und Heiko Godow (45) aus Eutin. Tent Pegging: Was ist das eigentlich?

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Fünf Freizeitreiter aus Deutschland fliegen am Sonntag nach Indien, um an der International & Asian Tent Pegging Competition teilzunehmen. Mit dabei sind Norbert Spieß (50) aus Malente und Heiko Godow (45) aus Eutin.

Quelle: Orly Schekahn

Malente/Eutin. Wer nicht auf Anhieb weiß, was sich hinter dem Wettbewerb verbirgt, dürfte sich in guter Gesellschaft befinden. Denn: Hierzulande ist diese Form des Reitsports noch nahezu unbekannt. Der Rest des Teams rekrutiert sich daher aus dem Hamburger Pierre Brockmann, Jenny Horvath (Eschborn) und Peter Kramer (Frankfurt). Es ist das erste Mal, dass eine Mannschaft aus Deutschland teilnimmt. Beim Tent Pegging („Zelthering“) geht es darum, auf einer 200-Meter-Bahn mittels einer Lanze oder eines Säbels im Boden steckende, vier Zentimeter breite Holzpflöcke vom Pferd aus im vollen Galopp aufzuspießen, eine Zitrone in Ballform zu zerteilen und Ringe zu stechen.

Trainiert wird seit einigen Wochen auf der Reitanlage in Nathenkuhl (Gemeinde Malente) mit Priska, einem 24-jährigen Araber-Trakehnermix. Norbert Spieß ist von Beruf Juwelier und Uhrmachermeister und begann erst im Alter von 40 Jahren mit dem Reiten, das er regelmäßig als berittener Bogenschütze bei Festen an der Turmhügelburg in Lütjenburg vorführt. „Für uns ist es in erster Linie Spaß“, schmunzelt der Familienvater. Er rechnet sich in Indien nicht unbedingt einen der ersten Plätze aus - manche der 20 Teams aus aller Welt haben den Sport perfektioniert. Aus Europa seien nur England, Schweden und Deutschland dabei.

Erfunden wurde Tent Pegging im Commonwealth, und die Engländer haben es diszipliniert, erzählt Spieß. Er hat sich eine besondere Technik angeeignet: „In das Ziel hineinreiten, nicht zustoßen.“ Heiko Godow reist als Teammanager mit. Er muss nur dann aufs Pferd, falls einer der anderen ausfällt: „Deshalb habe ich phasenweise mit geübt, aber ich hoffe, nicht dranzukommen“, lacht der gelernte Krankenpfleger und Chef eines Eutiner Pflegedienstes. Der Deutsche Kavallerieverband entsendet die Teilnehmer und war über vielerlei Kontakte und Anfragen bei Reitern eher durch Zufall bei Heiko Godow gelandet. Der kennt wiederum Norbert Spieß, weil beide ihre Pferde in Nathenkuhl stehen haben.

Die Flüge nach Indien zahlen die Teammitglieder übrigens selbst. Tropenkleidung wurde mit finanzieller Hilfe eines Lübecker Autohauses gekauft, denn derzeit herrschen in Gurgaon, 25 Kilometer südwestlich von Neu Delhi, Tagestemperaturen um 32 Grad.

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