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Frischer Glanz für Weber-Gedenktafel

Eutin Frischer Glanz für Weber-Gedenktafel

„Vielleicht ist es ein erster Schritt zur Sanierung des ganzen Gebäudes“, sagte Landesdenkmalpfleger Michael Paarmann. Gemeinsam mit Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz und Bürgervorsteher Dieter Holst enthüllte er am Donnerstag die restaurierte Gedenktafel am Geburtshaus von Carl Maria von Weber.

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Die Restauratoren Kurt Lange und Gabi Pfannenstiel präsentieren die über 150 Jahre alte Gedenktafel am Geburtshaus von Carl Maria von Weber. Der Schmied hat sie vollständig aufgearbeitet, von der Vergolderin wurde sie veredelt.

Quelle: Dirk Schneider

Eutin. Das gusseiserne Schild wurde von Grund auf überarbeitet, die erhabene Schrift frisch vergoldet. „Wir vollenden hier etwas, das wir schon lange vor uns hergeschoben haben“, erinnerte Schulz an die langjährige Vorgeschichte. Vor allem der Heimatforscher Klaus Petzold habe immer wieder auf den schlechten Zustand der Tafel hingewiesen, die Risse dokumentiert und sowohl hinter den Kulissen wie auch öffentlich die überfällige Reparatur angemahnt. Bei der Recherche in den Annalen habe man herausgefunden, dass die Eutiner Liedertafel das Metallrelief 1853 anschaffte, als Denkmal an dem Haus anbringen ließ und der Stadt schenkte. Diese wiederum erklärte sich im Gegenzug bereit, die Verantwortung für die Pflege der Tafel zu übernehmen.

 „Vor diesem Hintergrund war schnell klar, dass wir etwas tun mussten, um die prächtige Tafel zu erhalten“, so Schulz. Erleichtert wurde die Entscheidung dadurch, dass man Einiges an Zuschüssen einwerben konnte. So unterstützte das Landesamt für Denkmalpflege das Projekt mit 3500 Euro, 1000 Euro stiftete die Bürgergemeinschaft, 500 Euro der Heimatverband. „Die restliche Summe der Gesamtkosten von insgesamt 10000 Euro übernimmt die Stadt“, rechnete Schulz vor. In dieser Summe enthalten sei unter anderem auch der schwierige Abbau der 250 Kilogramm schweren Tafel, die fest mit dem Fachwerk verbunden war, berichtete der Schmied Kurt Lange. Und bei der eigentlichen Restaurierung habe man zudem einige Gussfehler entdeckt, sodass die Platte zusätzlich stabilisiert werden musste. Fassmalerin Gabi Pfannenstiel verarbeitete schließlich Blattgold für 150 Euro, um die Inschrift zum Glänzen zu bringen.

 Michael Paarmann regte an, im Zuge der „gelungenen Teilsanierung“ über die Weiterentwicklung des 1745 gebauten und derzeit teilweise leer stehenden Hauses nachzudenken. 2011 wurde das Café aus Altersgründen geschlossen. Miteigentümerin Jutta Daschke kündigte an, dass die Familie über eine Neuverpachtung oder einen Verkauf des Objekts nachdenke.

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