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Verkehrsunfall entpuppt sich als Gefahrgutunfall

Übung in Gremersdorf Verkehrsunfall entpuppt sich als Gefahrgutunfall

Es ist kurz vor 10 Uhr am Samstagvormittag als die Sirenen der Gemeinde Gremersdorf (Kreis Ostholstein) laut los heulen. Die Feuerwehr wird zu einem Verkehrsunfall auf die Strecke von Altgalendorf Richtung Jahnshof alarmiert.

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Alles zum Glück „nur“ eine Übung.

Quelle: Arne Jappe

Gremersdorf . Dort hat sich ein schlimmes Szenario ereignet. Ein PKW ist mit einem Transporter zusammen gestoßen. Die Vier Insassen im Pkw sind erst an einem Baum zum Stehen gekommen, eingeklemmt und verletzt. Aus dem Transporter schleudern radioaktive Pakete, glücklicherweise erkennbar an der Beschriftung. Sofort wird durch den Einsatzleiter Marc Ochsen der Löschzug gefahrgut Nord alarmiert. Alles zum Glück „nur“ eine Übung.

Die verunfallten Personen werden durch die Einsatzkräfte der Feuerwehren Gremersdorf aus ihrem Fahrzeug befreit. Schweres Gerät mit Spreizer und Schere (Hydraulisches Rettungsgerät) wurde dazu eingesetzt, denn nur so kann die Feuerwehr eingeklemmte Personen aus einem verunfallten Fahrzeug retten. Reine Muskelkraft reicht da nicht mehr aus. Gezielt und mit höchster Konzentration konnten die Verunfallten gerettet werden.

Auf ganz andere Weise musste der verunfallte Transporter behandelt werden. Radioaktive Stoffe werden auch auf der Vogelfluglinie gerne transportiert, so Oldenburgs Wehrführer Marco Kleinschmidt. Er hatte dieses Szenario sehr detailgetreu ausgearbeitet. Es wurden sogar schwach radioaktive Materialien verwendet, welche zu mindestens ganz minimal am Prüfgerät eine Strahlung anzeigten. Zum ersten Mal konnte nun das Thema „Radioaktive Strahlung“ auch praktisch geübt werden, ansonsten sei dies immer nur in den Ausbildungsdiensten geschehen.  Die Einsatzkräfte gingen mit Schutzanzügen an das Fahrzeug, errichteten Absperrzonen und haben die Radioaktivität mit speziellen Geräten gemessen.

Marco Kleinschmidt zeigte sich zufrieden mit der Übung, gerade weil es die erste große Übung mit radioaktiven Stoffen war, wo Einsatzkräfte auch wirklich was zu messen hatten. Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort. Nach ca. 2 Stunden war die Übung zu Ende und die Feuerwehren rückten zusammen ein.

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