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Großübung mit Drohnen

Holsteinische Schweiz Großübung mit Drohnen

In der ersten Juniwoche werden Aufklärungseinheiten aus ganz Deutschland unter Federführung des Aufklärungsbataillons Holstein in Eutin über der Holsteinischen Schweiz den Umgang mit Drohnen trainieren.

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Das besonders leistungsfähige, aber auch 168 Kilogramm schwere Kleinfluggerät Zielortung (KZO) benötigt zum Start die zusätzliche Schubkraft eines Raketentriebwerks, das nach wenigen Metern abgeworfen wird.

Quelle: Dirk Schneider

Eutin. Motor und Propeller drehen auf Hochtouren, ein Knall, dann schießt die Drohne mit einem Feuerschweif aus dem Container in den Himmel. Nach 100 Metern löst sich der Raketenantrieb und fällt zu Boden, während das 168 Kilogramm schwere Kleinfluggerät Zielortung (KZO) dank der Anschubhilfe sich schnell in die Höhe schraubt und in 800 Metern den Aufklärungsflug beginnt. Dieser Anblick wird sich in einem Monat häufen. ALADIN und LUNA heißen die anderen Drohnen, die den Luftraum erobern.

 In der vergangenen Woche bereiteten sich die Eutiner Soldaten im Rahmen der praktischen Ausbildung auf diese Großübung vor. „Insgesamt erwarten wir rund 300 zusätzliche Soldaten, mit denen wir dreieinhalb Tage lange verschiedene Szenarien durchspielen werden“, erklärte Oberleutnant Moritz Unkel. Dazu zähle auch, dass verstärkte echte Bundeswehrfahrzeuge sowie Panzerattrappen in einem Umkreis von 40 Kilometern rund um Eutin in Feld, Wald und Flur stehen könnten. Das könnten zum einen die Bedienungs- und Bergungsmannschaften der Flugsysteme sein, zum anderen gebe es aber auch Einheiten, die gefunden und erkannt werden müssten.

 „Wir versuchen dabei, so unauffällig wie möglich zu operieren, wie es ja auch unserem eigentlichen Arbeitsauftrag entspricht“, versicherte Kommandeur Oberstleutnant Alexander Radü. Sollte es dennoch zu Behinderungen kommen, bitte er dies zu entschuldigen. Denn: „Diese Systeme retten Leben“, betonte Radü. Dies hätten die fliegenden Augen in Auslandseinsätzen bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Und genau diese Erfahrungen und Fähigkeiten müssten nun in der Ausbildung auch weiter vermittelt werden, um weiterhin auf sich ändernde Lagen reagieren zu können.

 Für die Übungsszenarien über Ostholstein müssten die Soldaten viele Sicherheitsvorschriften beachten, Überflüge über dicht besiedelte Gebiete oder gar Städte seien generell verboten. „Niemand muss befürchten, dass eine Drohne plötzlich im Vorgarten oder gar auf den Marktplatz in Eutin oder Plön landet“, erläutert Unkel. So stünden für die Starts und Landungen neben den Truppenübungsplätzen auch ausreichend Felder und Wiesen von Landwirten bereit. Denn immerhin brauchen die Fluggeräte Landeflächen von 400 mal 400 Meter. Der Grund: Üblicherweise gibt es in den Einsatzgebieten keine Landebahnen. Die Drohnen verfügen über keine Fahrwerke, sondern sinken per Fallschirm zu Boden.

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