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Eine neue Party-Location für Eutin?

Historische Reithalle Eine neue Party-Location für Eutin?

Partysaal, Kulturbühne, Raum für kleinere Feiern: Die Eutiner haben eine klare Vorstellung davon, wie sie die historische Reithalle (Schlossterrassen) künftig für Veranstaltungen nutzen möchten. Rund 100 Bürger, darunter mehrere Oberstufenschüler, sammelten unter der Leitung von Bauamtschef Bernd Rubelt und Berater Uwe Drost (Drost Consult Hamburg) Ideen.

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Die denkmalgeschützte Reithalle zwischen Schloss und Kirche soll zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum Gemeinbedarf werden.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. Hintergrund ist die geplante Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes im Rahmen der Altstadtsanierung als Kultur- und Veranstaltungszentrum für den Gemeinbedarf mit Catering. Für ein kommerzielles Restaurant gebe es keine Mittel aus der Städtebauförderung, erklärte Rubelt. Ein Anbau sei aus Sicht des Denkmalschutzes möglich.

Der Saal bietet bis zu 500 Menschen Platz und ist knapp 500 Quadratmeter groß. Insgesamt 1260 Quadratmeter umfasst laut Drost der gesamte Gebäudekomplex mit Foyer, Garderobe, WC, Küche, Backstage-Bereich, Büros und Personalräumen. In drei Arbeitsgruppen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Anregungen für die Nutzung und Gestaltung der Veranstaltungsräume, des Eingangs und des Innenhofs zu äußern. Auf der Wunschliste, die von der Verwaltung ins Netz gestellt wird, stehen kleinere, abtrennbare Räume, Platz für Chorproben und Konzerte, Partyraum, Räumlichkeiten für Abiturfeiern, Bälle und kleinere Messen sowie ein Saal für Parteiveranstaltungen und ein Technikraum.

Gewünscht ist auch ein zentraler Ansprechpartner für Veranstaltungen. Erika Hofmann, Vorstandsmitglied des Kulturbundes, wies auf die Notwendigkeit einer großen Bühne und mobilen Gestühls hin. Veranstaltungsprofi Helge Nickel bezeichnete die ursprüngliche Form der Schlossterrassen als ideal. Christian Grantz erinnerte daran, dass ehrenamtliche Kulturschaffende im Laufe der Jahre immer wieder einmal zur Umgestaltung befragt worden seien. Warum man nicht die Pläne verwende, die im Laufe der Jahre erarbeitet wurden, wollte auch Barbara Bloch wissen. Antwort Rubelt: Weil sich Nutzungszweck und Brandschutzvorschriften geändert hätten.

Der Innenhof könnte wetterabhängig als Erweiterung während der Pausen dienen und eine Sichtbeziehung zum See haben, lauteten weitere Ideen. Für den Eingangsbereich, den die Teilnehmer wie bisher auf der Seeseite belassen möchten, wurden Namen wie „Kultursaal am Schloss“, „Festsaal am Schloss“ und „Marstall am Schloss“ vorgeschlagen.

2015 war der marode Anbau „Restaurant Schlossterrassen“ abgerissen worden. Für die Neugestaltung wird Anfang 2017 ein europaweiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Aus zwölf Büros werden drei erste Siegerentwürfe ausgewählt. Die Jury besteht aus Architekten, Verwaltung, Politik und, auf Anregung von Eutins Tourismus-Chef Per Köster, einem Verwaltungsfachmann. Die Wünsche der Eutiner für das Mehrzweckgebäude sollen in die Ergebnisse einfließen. Sanierungsbeginn ist im Frühjahr 2018. Nach zwei Jahren sollen die Arbeiten beendet sein.

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