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Der Veteran war konkurrenzlos

Käseprüfung in Malente Der Veteran war konkurrenzlos

Kann ein über 16 Jahre lang gereifter Käse schmecken? Und ob! Kirsten Möllgaard vom Meierhof Möllgaard aus Hohenlockstedt stellte das mit ihrem "Veteranenkäse" bei der Käseprüfung in Malente unter Beweis. Zum Leidwesen aller, die eine Kostprobe nehmen durften, ist der Laib jedoch unverkäuflich.

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Kirsten Möllgaard mit dem „Veteranenkäse“. Der reift mittlerweile über 16 Jahre. Die „Pickel“ sind wiederversiegelte Löcher, denen zwischendurch immer mal wieder Geschmacksproben entnommen worden waren.

Quelle: Fynn Hagedorn

Malente. "Die Prüfung ist für den Nachwuchs eine super Gelegenheit, um mit allen Sinnen zu lernen“, so Meike von Bergen, Leiterin der Lehr- und Versuchsanstalt Malente. Jährlich unterziehen sich Käsereien aus ganz Schleswig-Holstein den kritischen Blicken (und Nasen) der Prüfer und Auszubildenden, um eine Qualitätsrückmeldung für ihre handwerklich erzeugten Käsesorten zu erhalten.

In diesem Jahr waren es 55 Käseproben, die ausgiebig auf ihre Qualität getestet wurden. Insgesamt 14 Betriebe haben ihre Proben eingesandt. Alle sind sie Mitglied der „Käsestraße Schleswig-Holstein“, ein Verein in dem sich insgesamt 26 Käsereien untereinander organisieren. Die Milch für die Käsesorten der Betriebe stammt ausschließlich aus der Region.

Praxis für angehende Milchtechnologen

Lutz Kastka, Betriebsleiter der Osterhusumer Meierei und einer der zehn Prüfer, macht deutlich, dass nicht nur die Vergabe der Qualitätssiegel von besonderer Bedeutung ist: „Wichtig ist auch, dass ihr heute etwas mitnehmt“, sagt er zu den Nachwuchs-Milchtechnologen. Insgesamt wurden 38 Auszubildende in die sensorische Prüfung eingeweiht. „So eine Praxiserfahrung bekommt man normalerweise erst später, wenn man fest im Beruf steht.“ Um Käse objektiv bewerten zu können, müsse man mit allen Sinnen arbeiten und auch viel Erfahrung haben. „Man kann nicht einfach sagen: Der Käse schmeckt mir nicht.“ Neben den Proben reichen die Betriebe auch Informationen über Aussehen, Lochung, Konsistenz, Geruch und Geschmack der einzelnen Käsesorten ein. Anhand dieser Beschreibungen wird der Käse dann bewertet. „Ist der Käse so, wie er auf dem Zettel beschrieben wird?“, bringt Lutz Kastka das System auf den Punkt, denn nur dann gibt es die Höchstpunktzahl von 5,0.

Von Fynn Hagedorn

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