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Kalender als Stück Stadtgeschichte

Eutin Kalender als Stück Stadtgeschichte

Die Bürgergemeinschaft Eutin hat den Kalender für 2017 vorgestellt. Es ist mittlerweile der 36. Jahrgang. In den ersten Jahren, so Regine Jepp von der Bürgergemeinschaft, hatte man verschwundene oder vom Abriss bedrohte Häuser als Motiv, bis man 1995 das Motto „Eutin in alten Ansichten“ in die Tat umsetzte.

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Freude über „Eutin in alten Ansichten“ – Jahrgang 2017: (von links) Bürgervorsteher Dieter Holst, Landrat Reinhard Sager, der zukünftige Eutiner Bürgermeister Carsten Behnk, Christian Burgdorf, Regine Jepp und Karl-August Albers von der Bürgergemeinschaft Eutin sowie Noch-Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz.

Quelle: Peter Thoms

Eutin. Ein Format, das sich nun schon im 23. Jahr bewährt. Dabei handelt es sich nicht nur um Bilder, sondern auch um begleitende Texte aus der Stadtgeschichte. Regine Jepp freut sich, dass die mittlerweile erschienenen 299 Kapitel eine stattliche Sammlung stadtgeschichtlicher Ereignisse bildeten.

 Die 13 Episoden des Kalenders für 2017 (auch die Rückseite des Deckblattes bietet einer Geschichte Platz) behandeln unter anderem das erste Automobil in Eutin, das Großherzog Friedrich August lenkte, und den Brand der Mühle auf dem Kamp, der 1927 schließlich den Bau einer Jugendherberge ermöglichte. Politische Kapitel und Motive behandeln den Besuch des damaligen Außenministers Willy Brandt im Jahr 1967, den Bürgermeisterwahlkampf 1867, und den Europa-Kongress, der die Stadt Eutin 1947 an die logistischen Grenzen brachte: Zu der Zeit lebten 20000 Menschen, darunter viele Flüchtlinge in Eutin, und dann mussten noch zusätzlich 350 Delegierte aus den vier Siegermächten (Frankreich, England, Amerika und Russland) untergebracht werden.

 Für die Eutiner ist der Kalender die beliebte Fortsetzung einer ganz speziellen Stadtchronik. Für einige Offizielle ist es hingegen beruhigend, bei vielen Anlässen nicht mit leeren Händen dazustehen. Der Kalender ist nämlich auch und gerade dank seiner frühen Erscheinungsweise das ganze Jahr über beliebtes Mitbringsel.

 Zu den Abnehmern der Kalender im vergleichsweise großem Stil, um immer ein Geschenk mit Lokalkolorit überreichen zu können, gehören Landrat Reinhard Sager, Bürgervorsteher Dieter Holst und Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz. Alle drei lobten die Bürgergemeinschaft über den Klee. Sager sprach bei der Vorstellung des Kalenders von einem „beeindruckenden Engagement, das einen wichtigen kulturellen Beitrag zur Stadtgeschichte leistet“, Holst freute sich auch persönlich über ein weiteres „Sammlerstück“, und Schulz verbeugte sich „vor der Riesenarbeit in Form von Suche nach Bildern und Schreiben von Texten – Sie haben sich unglaubliche Mühe gegeben!“

 Der Kalender ist in einer Auflage von 900 Stück erschienen, kostet 11 Euro, und ist in Eutin bei LMK, Juwelier Schönke und im Lederwarengeschäft Massur erhältlich.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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