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LGS schließt mit durchwachsener Bilanz

Eutin LGS schließt mit durchwachsener Bilanz

Die Landesgartenschau Eutin ist zu Ende. Eine halbe Million Besucher kamen, rund 100.000 weniger als erwartet. Dennoch hat die Stadt profitiert – durch Geld für Stadtentwicklungsvorhaben und den Imagegewinn, sagt Bürgermeister Behnk.

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Ein letztes Mal flanieren am Montag Besucher über das Gelände der Landesgartenschau in Eutin: Thekla (links) und Friedrich Fuchs (rechts) aus Schwentinental sowie Jutta und Christopher Wyes nutzten den letzten Tag für einen Besuch im Schlosspark.

Quelle: Dirk Schneider

Eutin. Nach 159 Tagen und 2000 Einzelveranstaltungen hat die Landesgartenschau 2016 in Eutin am Montagabend ihre Tore geschlossen. Die beiden LGS-Geschäftsführer Martin Klehs und Bernd Rubelt sprachen bei der Abschlussfeier auf der großen Bühne am Schloss von „hoher Qualität der Gartenschau“, die sich in der Zufriedenheit der Besucher wie auch in der Begeisterung der Eutiner Bürger spiegele.

Hier finden Sie Fotos von der Eröffnung der Landesgartenschau 2016 in Eutin.

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93 Prozent der befragten Besucher hätten die LGS mit „gut bis sehr gut“ bewertet, 91 Prozent der Befragten wollten die LGS weiterempfehlen. Klehs sprach von einem „Imagegewinn Eutins weit über die Region hinaus“ und einem „Impuls für den Tourismus und die Wirtschaft“. Mehr als die Hälfte der Befragten hätten angegeben, Eutin in den nächsten Jahren wieder besuchen zu wollen. Favoriten der Besucher seien die Altstadt, die Landschaft und das Schloss.

"Das Projekt ist nachhaltig"

„Die Landesgartenschau hat den Standort Eutin enorm vorangebracht“, sagte Rubelt, der auch den Fachbereich Bauen der Stadt leitet. „Das Projekt ist nachhaltig.“ 90 Prozent der sanierten und neu geschaffenen baulichen Anlagen würden bleiben. Die Investitionen bezifferte er mit mehr als 20 Millionen Euro für die öffentliche Infrastruktur bei einem Einsatz von etwa 7,5 Millionen Euro an Eigenmitteln.

Eutins Bürgermeister Carsten Behnk sieht eine Aufbruchstimmung in der Stadt. Man werde als Standort auch in den nächsten Jahren von dem Imagegewinn durch die LGS profitieren. „Der Turbo für die Stadtentwicklung ist gezündet.“

100.000 Besucher weniger als erwartet

Rund 500.000 Zutritte wurden seit der Eröffnung am 28. April an den Eingängen zum Gelände am Großen Eutiner See registriert. 80 Prozent der Gäste stammten aus Schleswig-Holstein. Mit 600.000 Besuchern hatte die LGS Eutin 2016 gGmbH kalkuliert. Eine Ursache für den vor allem in der Anfangszeit enttäuschenden Zuspruch sehen die Verantwortlichen in der kalten Witterung im Mai und Juni.

Das Abschlusswochenende mit ermäßigten Preisen (zehn Euro) nutzten noch einmal zahlreiche Besucher. Am Montag gab es auf der Sparkasse Holstein-Bühne ein Unterhaltungsprogramm. Nach der offiziellen Abschlussfeier bildeten Besucher, Mitarbeiter und rund 100 ehrenamtliche Helfer eine Menschenkette vom Stadteingang bis zum Seepark. Dort gaben die LGS-Geschäftsführer symbolisch die Staffel an die Stadt zurück.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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