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Malente nimmt Kündigung zurück

Tourismuszentrale Malente nimmt Kündigung zurück

Die Gemeinde Malente bleibt nun doch Mitglied im Zweckverband Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS). Die Kündigung wurde mit 16 Ja- zu 14 Nein-Stimmen auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend zurückgenommen. Wie berichtet, hatten SPD, Grüne und Freie Wähler die Rücknahme beantragt.

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Örtlicher Dienstleister bei der Malenter Tourismusvermarktung ist die Glücksburg Consulting (GLC) mit ihrem Service-Pavillon in der Bahnhofstraße.

Quelle: Orly Röhlk

Malente. Zwar musste der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Redepenning einräumen, dass es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen sei, den Leistungsumfang der TZHS und damit die Kosten zu reduzieren. Das war eigentlich das ursprüngliche Ziel der Kündigung gewesen, die im Sommer 2014 mit Wirkung zum Jahresende 2015 einmütig beschlossen worden war. Dennoch müsse die lokale touristische Vermarktung integraler Bestandteil der Vermarktung der Holsteinischen Schweiz sein. „Schließlich ist Malente das Herz der Holsteinischen Schweiz und dürfe nicht nur am Rande genannt werden“, sagte Redepenning. Die TZHS habe zugesichert, dass sich künftig ein zusätzlicher Mitarbeiter um die Malenter Interessen kümmern werde.

 Als weiteres Argument führte der SPD-Fraktionschef die Aussage des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Reinhard Meyer an, nach der künftig nur noch die Kommunen mit Fördermitteln im Bereich Tourismus rechnen könnten, die Mitglied einer lokalen touristischen Organisation seien.

 Diesem Argument konnte sich zwar auch der Widersacher Uwe Potz (CDU) nicht verschließen, kritisierte jedoch, dass der besagte zusätzliche Mitarbeiter lediglich eine halbe Stelle innehabe und sich zudem vorrangig um Kulturangelegenheiten kümmern solle. Potz machte seinem Ärger auch darüber Luft, dass Malente als größter Beitragszahler der TZHS nicht mal auf der Titelseite des neuen Urlaubsmagazins vertreten sei und auch im redaktionellen Teil nicht auftauche. „Wenn ich meinen größten Kunden weiter vertreten möchte, dann hätte ich das so ganz bestimmt nicht gemacht“, monierte Potz. Zudem hänge das angekündigte EU-Prüfverfahren über eine möglicherweise unerlaubte Subvention von Zweckverbänden durch Mitgliedsbeiträge wie ein Damoklesschwert über der Gemeinde. Zum Hintergrund: Pikanterweise hatte die Hamburger Glücksburg Consulting AG (GLC), die seit Jahren mit der Innenvermarktung der Gemeinde Malente beauftragt ist, das EU-Verfahren angestrengt.

 „Trotz aller Bemühungen sei es bisher nicht gelungen, GLC, TZHS und die Vermieter unter einen Hut zu bekommen – es geht aber nur gemeinsam“, betonte Wilfred Knop (FDP). Und Hans-Werner Salomon, Fraktionschef der CDU, hält es für das Sinnvollste, die lokale und regionale Vermarktung in einer Hand zu haben. Doch mit der aktuellen Entscheidung ist Malente davon weit entfernt.

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