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Malente als Modell für die Zukunft?

Bundesweites Forschungsprojekt Malente als Modell für die Zukunft?

Die Gemeinde Malente ist mit sieben anderen Kleinstädten bundesweit für ein Modellvorhaben des Forschungsprojekts Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen ausgewählt worden.

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Bürgermeister Michael Koch und Mitarbeiterin Birgit Boller (links) präsentierten Bundesbauministerin Barbara Hendricks in Berlin das Malenter Vorhaben.

Quelle: Milena Schlösser

Malente. Begleitet von einem Forschungsteam werden Politik, Verwaltung und Bürger in den nächsten drei Jahren Zukunftsszenarien der Stadtentwicklung entwerfen und diskutieren. Für die Finanzierung erhält Malente 50000 Euro.

 Am Donnerstag vergangener Woche fiel die Entscheidung zugunsten des Kneippheilbades aus. Insgesamt 75 deutsche Kleinstädte hatten sich beworben. Am Freitag waren Bürgermeister Michael Koch und seine Mitarbeiterin Birgit Boller in Berlin und präsentierten vor mehr als 100 Teilnehmern Ideen zu den Schwerpunktthemen Tourismus, Gesundheit, Technologie und Sport. Malente ist die einzige Kommune aus Norddeutschland in diesem Forschungsvorhaben der Bundesbauministerin Barbara Hendricks und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt-, und Raumforschung. Dabei geht es im Rahmen des Programms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) darum, unentdeckte Entwicklungsmöglichkeiten peripher gelegener Kleinstädte auszuloten und diese zu nutzen.

 Städte und Gemeinden wie Malente seien zwar wichtige Wohn- und Arbeitsstandorte und hätten Funktionen der Versorgung und Bildung, stünden aber vor vielfältigen Problemen. Dazu zählen Leerstände ebenso wie Lücken bei der medizinischen Versorgung oder auch Abwanderung. Daher werde es zunehmend schwerer, Infrastrukturen und Angebote zu sichern. Erforscht werden soll jetzt, welche Stärken Kleinstädte haben und was sich tun lässt, diese Potenziale zu erschließen.

 Nach Angaben Kochs hatte die Verwaltung unter Bollers Federführung innerhalb von drei Wochen den Antrag erstellt und hoffte, zu den acht Vorhaben zu zählen, die von einer Jury ausgewählt wurden. Aus Sicht des Bürgermeisters ist das Projekt eine ideale Ergänzung zu dem geplanten integrierten Gemeindeentwicklungskonzept (IGEK). In dem Konzept, für das Malente 70000 Euro bereitgestellt hatte, geht es um Themen wie Parkraumbewirtschaftung oder auch Sportstätten- und Gemeindeentwicklung. Das Papier soll städtebauliche Leitlinien für Politik und Wirtschaft, künftige Handlungsfelder, Strategien und Ziele bieten und ist Voraussetzung für öffentliche Zuschüsse. Die Wirtschaftsvereinigung Malente brachte das Thema als Ergebnis einer Einzelhandelsbefragung Ende 2011 auf den Plan. Für Malente stehen die Verkehrslenkung, die Sanierung maroder Sportstätten, die Vermarktung als Gesundheitsstandort, die Ausstattung von Schulen und Kindergärten, die bauliche Berücksichtigung der demografischen Entwicklung und die Wirtschaftsförderung ganz oben an. Gefragt ist weiterhin die Mitwirkung aller Bürger, der Planer, der Wirtschaft und Verwaltung sowie von Vereinen und Verbänden sowie insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Sie alle haben Gelegenheit, per E-Mail an UnserMalente2030@gemeinde-malente.landsh.de ihre Ideen, Erfahrungen und Hinweise einzubringen.

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