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Fischer und Angler am Fehmarnbelt zittern

Plan für Naturschutzgebiet Fischer und Angler am Fehmarnbelt zittern

Im Spätsommer will das Bundesumweltministerium Regeln für ein geplantes Naturschutzgebiet am Fehmarnbelt veröffentlichen. Darin enthalten werden nicht nur die bereits bekannten Einschränkungen für Hobbyangler, sondern auch für Berufsfischer sein. Die Ankündigung sorgt für Erstaunen bis Entsetzen in Kiel und Ostholstein.

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Bald könnte es weniger Streit mit den Möwen um den gefangenen Fisch geben: Am Fehmarnbelt ist ein Naturschutzgebiet geplant.

Quelle: Kathrin Mansfeld

Heiligenhafen. Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtete, waren die geplanten Verbote für die Fischkutter während einer Verbandsanhörung am Dienstag in Hamburg bekannt geworden. Demnach seien neue Naturschutzgebiete unter anderem im Fehmarnbelt, der Kadetrinne, am Sylter Außenriff und im Gebiet Borkum Riffgrund geplant. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums bestätigte dem Sender, dass mit der Einrichtung der Schutzzonen zwangsläufig Einschränkungen für Freizeit- sowie überraschend auch für Berufsfischer verbunden seien. Genaueres wurde aber nicht bekannt.

Laut NDR regen sich gegen diese Ankündigung des Bundesministeriums bereits Proteste beim Deutschen Angelfischerverband, der Küstenfischereigenossenschaft und der Tourismus-Branche auf Fehmarn aufgrund der Bedeutung des Hochseeangelns. Auch Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) gehe ein Angelverbot zu weit. Er ist sich damit einig mit Ingo Gädechens, der als CDU-Bundestagsabgeordneter Ostholsteins, erklärte: "Freizeitfischerei ist ein zentraler Tourismusmagnet für unsere Region", so Gädechens, der als Mitglied im Tourismusausschuss große Bedenken gegen das geplante Verbot äußert. „Allein in Heiligenhafen und auf Fehmarn starten jährlich ungefähr 65.000 touristische Hochseeangelfahrten. Die Freizeitfischerei im Fehmarnbelt leichtfertig zu verbieten, würde unserer Region erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufügen.“

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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Ist das Angeln im Fehmarnbelt bald verboten? Der Bund will neue Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee ausweisen und stößt dabei auf Widerstand — nicht nur von Anglerverbänden.

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