19 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Nur wenige Urlauber besuchten LGS

Bilanz Landesgartenschau Nur wenige Urlauber besuchten LGS

Die ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH aus Köln hatte mindestens 600000 Besucher zur Landesgartenschau (LGS) in Eutin vorhergesagt. Letzten Endes waren es „nur“ 502000 Personen – darunter wenige Urlauber. Die vorläufige Schlussbilanz verzeichent ein Defizit von 3,44 Millionen Euro.

Voriger Artikel
Windpark bleibt Streitthema
Nächster Artikel
Die Größe der Natur

Am Kassenhäuschen am Haupteingang zur Landesgartenschau in Eutin musste man nur selten lange anstehen. Es kamen weniger Besucher als erhofft. Vor allem bei der Prognose für die Besucherzahl von Kindern und Urlaubern lagen die Schätzungen ziemlich daneben.

Quelle: Peter Thoms

Eutin. Wie die LGS-Geschäftsführer Christian Klehs und Bernd Rubelt in der Sitzung des Eutiner Hauptausschusses mitteilten, könnte der Verlust noch höher ausfallen, denn es stünden noch Schlussrechnungen mit dem Sicherheitsdienst und der Gastronomie aus, außerdem seien Sonderveranstaltungen, die Parkplatzbewirtschaftung, der Betrieb der kleinen Fährschiffe sowie Wasser und Stromverbrauch noch nicht abgerechnet worden.

 Die nackten Besucherzahlen sorgten bei den Politikern für Ernüchterung: 284160 Erwachsene (nur knapp die Hälfte davon hatte den vollen Eintritt bezahlt), 54846 Gruppenreisende und 19048 Kinder hatten die Eingangstore passiert. 11431 Dauerkartenbesitzer hellen mit durchschnittlich 15 Besuchen die Bilanz zahlenmäßig ein wenig auf, sodass am Ende knapp über eine halbe Million „Geländezugänge“ bilanziert werden konnten.

 Vor allem bei den Urlaubern lagen die Prognosen total daneben: Lediglich 18 Prozent der LGS-Gäste waren nicht aus der Region, sondern machten von ihrem Urlaubsort an der Ostsee aus einen Abstecher nach Eutin. Da hatte man deutlich mehr erwartet, aber das manchmal durchwachsene Wetter und eine Fülle von Konkurrenzangeboten in den Ostseebädern habe den Eutinern einen Strich durch die Rechnung gemacht, so Rubelt und Klehs. Auch aus dem Hamburger Raum kamen weniger Gäste als erwartet, Anfang August, und damit viel zu spät, sei die Werbung dort verstärkt worden.

 Versöhnliches zum Schluss: Über 95 Prozent der Besucher (nach mehreren stichprobenartigen Umfragen) waren mit der LGS zufrieden, knapp 70 Prozent gaben an, Eutin auch nach der LGS erneut zu besuchen. Und den Eutinern bleibt die Gewissheit, dass 90 Prozent aller neu geschaffenen und frisch sanierten Anlagen rund um den Großen Eutiner See erhalten bleiben, und damit eine sichtbare und stabile Basis für die bevorstehende Innenstadtsanierung bilden. Außerdem, so Rubelt, hätten sich schon rund 50 Personen bereiterklärt, die öffentlichen Anlagen auch in Zukunft zu pflegen.

 Insgesamt wurden mit Hilfe von Stadt, Land, Bund und EU etwa 20 Millionen Euro in die Areale zwischen Seepark und Süduferpark investiert – die städtischen Eigenmittel lagen bei rund 7,5 Millionen Euro.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

Mehr aus Nachrichten aus Ostholstein 2/3