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Premiere für "Aida"

Eutiner Festspiele Premiere für "Aida"

Drama um eine geheime Liebe, Krieg und Verrat: Verdis Meisterwerk Aida feiert am Freitag, 10. Juli, Premiere auf der Seebühne der Eutiner Festspiele. Intendantin Dominique Caron setzt die Oper in italienischer Sprache in Szene.

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Der ägyptische König (Christoph Woo als Pharao) schenkt Radames (Eduardo Aladrén) als Belohnung für dessen Verdienste die Hand seiner Tochter Amneris (Milana Butaeva).

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. Knapp 14000 Karten seien bisher verkauft und damit mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Diese Nachricht verkündete Geschäftsführerin Sabine Kuhnert am Abend vor der Generalprobe für die erste Aufführung dieser Saison. Schauplatz ist Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Verdi schuf Aida auf Wunsch des ägyptischen Vizekönigs Pasha. Der liebte italienische Opern und wollte die Uraufführung mit der Eröffnung des Opernhauses in Kairo und des Suezkanals 1869 verbinden. Doch der Komponist ließ sich lange bitten, und der drohende Krieg zwischen Preußen und Frankreich sorgte für weitere Verzögerung.

 Uraufführung war schließlich am 24. Dezember 1871 in Kairo. Die Handlung: Feldherr Radames kehrt mit dem äthiopischen König Amonasro als Gefangenem zurück nach Ägypten. Er weiß nicht, dass seine große Liebe, die Sklavin Aida, dessen Tochter ist. Sie wird am ägyptischen Hof festgehalten. Das tragische Geschehen nimmt seinen Lauf, denn auch Amneris, Tochter des ägyptischen Königs, liebt Radames. Er muss sich entscheiden zwischen seiner Liebe zu Aida und seiner Loyalität zum Pharao, der ihm Amneris zur Frau geben will. Am Ende verrät Radames ungewollt sein Land. Er und Aida sterben.

 Ihr Eutin-Debüt geben Tenor Eduardo Aladrén (Radames), Bass-Bariton Christian Sist (Oberpriester Ramphis), Johannes Schwärsky (Amonasro) sowie die Sopranistinnen Susanne Braunsteffer (Aida), Caroline Nkwe (Priesterin) und Galina Shesterneva, die für eine Aufführung am 25. Juli die Aida singt. Milana Butaeva gibt die Amneris. Die Mezzosopranistin war 2014 die Azucena im Troubadour und 2013 die Carmen. Ein Wiedersehen und -hören gibt es auch mit Bass-Bariton Christoph Woo als ägyptischer König (2014 Ferrando im Troubadour).

 65 Musiker bilden unter Leitung von Generalmusikdirektor Urs-Michael Theus das Festspielorchester. Der 60-köpfige Festspielchor (Leitung Carsten Bowien) besteht aus 20 Eutiner Laiensängern und 40 Profis. Das Bühnenbild hat Kostüm- und Bühnenbildnerin Ursula Wandaress entworfen.

 Wegen Bauarbeiten ist das Festspielgelände für Fahrzeuge gesperrt. Zu Fuß gelangen Besucher von der Straße Am Schlossgarten (dort gibt es sechs Parkplätze für Rollstuhlfahrer) und vom Jungfernstieg durch den Schlossgarten zur Tribüne.

 Premiere am 10. Juli, 20 Uhr. Weitere Aufführungen: 12. Juli (19 Uhr), 17., 18., 25. und 31. Juli (jeweils 20 Uhr), 9. August (18 Uhr), 13. August (19 Uhr). Die Kartenzentrale in der Opernscheune ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Tel. 04521-80010, E-Mail an: ticket@eutiner-festspiele.de

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