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Schwentine bald barrierefrei

Eutin-Fissau Schwentine bald barrierefrei

Mit Beginn der Landesgartenschau Ende April haben Wasserlebewesen erstmals Gelegenheit, die gesamte Schwentine von Kiel bis Kasseedorf ungehindert zu durchwandern. Die Arbeiten für den Bau einer 200 Meter langen Umgehungsrinne als Sohlgleite an der Neumühle in Eutin-Fissau liegen im Zeitplan.

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WBV-Verbandsvorsteher Henning Südel (von links), Ingenieur Andre Stoffer und Helge Börensen, Bauleiter der Firma Schwalbe, begutachten die neue Umgehungsrinne für die Schwentine.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. Das erklärte André Stoffer, Ingenieur beim Wasser- und Bodenverband (WBV) Schwentine, der mit Verbandsvorsteher Henning Südel, Helge Börensen, Bauleiter der Preetzer Firma Schwalbe, und Björn Runge vom Umweltministerium den Baufortschritt begutachtete. Das neue Flussbett weist zwei Ruhebecken und ein natürliches Gefälle auf, um den Höhenunterschied von 2,50 Metern auszugleichen. Die zwei Kanueinsatzstellen werden erneuert. Eine ist über eine neue Brücke vom Parkplatz aus erreichbar. Von dort müssen die Kanus wie bisher etwa 150 Meter umgetragen werden. Die zweite Einsatzstelle befindet sich auf der anderen Seite des Wehrs nahe dem Rastplatz Fissaubrück.

 Rund 6000 Kubikmeter Erde haben die Bagger seit September bewegt. Mit dem Erdaushub wird der Altarm verfüllt. Die Spundwände für das Wehr wurden acht Meter tief in den Boden gedrückt. Zur Vermeidung von Hochwasser nach starken Regenfällen reguliert eine elektronische Messanlage den Wasserstand über Funk. Es sei aber möglich, manuell einzugreifen. So bleibt das langjährige Mittel des Wasserstands im Großen und Kleinen Eutiner See von 26,66 Metern über Normalnull bestehen. Das Land fördert das 1,3 Millionen Euro teure Projekt zu 100 Prozent. Die Neumühle war das letzte Querhindernis im Verlauf der 62 Kilometer langen Schwentine. Der Wanderverkehr stockte bisher an der Stauanlage der ehemaligen Kornmühle, deren Eigentümer Olaf Malzahn die Staurechte an das Land abgegeben hat.

 Die Durchgängigkeit der Gewässer ist eines der Hauptziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie und bis 2027 umzusetzen. Seit dem Jahr 2000 wurden insgesamt acht Stauwerke und Sohlgleiten gebaut: Holsatia-Mühle Kiel, Wasserkraftwerk 1 und 2 (Schwentinental), Spitzenort, Stadtschwentine und Ölmühle (Plön), Gremsmühle (Malente) und Neumühle (Eutin).

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