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Stadt ehrt Kirsten Bruhn

Schwimmbad Eutin Stadt ehrt Kirsten Bruhn

Zu Ehren der gebürtigen Eutinerin und erfolgreichen Leistungsschwimmerin Kirsten Bruhn hat die Stadt ihrem Schwimmbad den Namen „Kirsten-Bruhn-Bad“ verliehen.

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Kirsten Bruhn gab dem Schwimmbad ihren Namen. Links die ehemalige Senioren- und Behindertenbeauftragte Gudrun Orlick. Sie hatte die Idee, das Bad nach Bruhn zu benennen.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. In Anwesenheit der mehrfachen Paralympics-Goldmedaillengewinnerin vom PSV Neumünster und ihrer Familie würdigten Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz, Bürgervorsteher Dieter Holst, der Vizepräsident des Landessportverbandes, Wolfgang Beer, und Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Mißling die Verdienste der 45-jährigen Ausnahmesportlerin.

 Sie habe sich gebauchpinselt gefühlt, als die Anfrage kam, erklärte Bruhn bewegt. „Das war so surreal wie ein Weltmeistertitel bei den Paralympics“, erzählte die Frau, die sich noch daran erinnert, wie sie als Dreijährige mit Schwimmflügeln und im Bikini mit kleinen Luftballons neben ihrer Mutter am Beckenrand stand. Die Eltern Heike und Manfred sowie die vier älteren Geschwister waren allesamt Schwimmer oder Wasserballspieler, und Wasser sei immer ihr permanenter Begleiter gewesen.

 Das änderte sich auch nicht, als Kirsten Bruhn 1991 nach einem Motorradunfall in Griechenland querschnittsgelähmt war. Zur Mobilisation betrieb sie weiterhin Schwimmsport, machte eine Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten. Sie habe gelernt, sich Dinge selbst zu verdienen und dass man auch Niederlagen einstecken können muss, so Bruhn. Das möchte die mehrfache Sportlerin des Jahres und Bambi-Preisträgerin an andere Menschen weitergeben: Sie ist Botschafterin für Reha und Sport einer Klinik in Berlin-Marzahn sowie des DRK, des Weißen Rings und des Internationalen Paralympischen Komitees.

 Die Idee der Umbenennung geht auf Gudrun Orlick zurück, bis Herbst 2014 Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Eutin. Wolfgang Beer würdigte das Vorhaben als klugen Gedanken. Es gründe nicht nur in den Verdiensten als erfolgreichste Sportlerin des Landes, sondern auch in ihrer Persönlichkeit. Klaus-Dieter Schulz hob Bruhns Erfolge sowie ihr menschliches Auftreten hervor. Der schwere Unfall habe Kraft und Ausdauer gefordert, aber auch Mut zu neuen Lebensperspektiven. „Wir sind stolz darauf, das Bad nach Ihnen benennen zu dürfen“, erklärte Dieter Holst.

 Marc Mißling resümierte die Geschichte des 1972 errichteten und 2010 für 4,2 Millionen Euro sanierten Bades in Regie der Stadtwerke und betonte dessen Bedeutung für die Freizeit von Kindern und Jugendlichen und die örtliche Gemeinschaft. „Nicht nur sportliche Erfolge lassen Sie zum Vorbild werden“, sagte Mißling an Bruhn gerichtet. „Sie haben das Beste aus Ihrem Unfall gemacht und die Botschaft vermittelt, dass auch schwierige und unmöglich scheinende Wege zum Ziel führen. Sie sind die ideale Namensgeberin.“

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