12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Dialogforum bemüht sich um Ruhe

Streit um Fehmarnbelt Dialogforum bemüht sich um Ruhe

Der Fehmarnbelttunnel ist umstritten. Seit fünf Jahren bemüht sich ein Dialogforum um Versachlichung der Diskussion. Zur Jubiläumssitzung hat sich hoher Besuch aus Kiel, Berlin und Kopenhagen angesagt.

Voriger Artikel
500000er-Marke als neues Ziel
Nächster Artikel
Segler in der Neustädter Bucht vermisst

So könnte der Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark in Rodbyhavn aussehen.

Quelle: ICONO A/S für Femern A/S

Oldenburg. Seit fünf Jahren gibt es das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung. Das von der Landesregierung 2011 gegründete Forum versteht sich als neutrale Diskussions- und Informationsplattform, an der Bürger, Verbände, Behörden und Bauherren beteiligt sind. Zur Jubiläumssitzung am Montag (12. September) in Oldenburg im Kreis Ostholstein werden auch der dänische Verkehrsminister Hans-Christian Schmidt, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium erwartet.

Nach einer kritischen Bestandsaufnahme der bisherigen Arbeit des Dialogforums ist eine Diskussion geplant. Dabei wird es unter anderem darum gehen, was das Dialogforum von der Politik und die Politik vom Dialogforum erwartet. „Wir erwarten viele Zuschauer, es wird sehr eng werden“, sagte der Leiter der Geschäftsstelle, Horst Sieverling.

Unter dem Eindruck der heftigen Auseinandersetzungen um den Bahnhof „Stuttgart 21“ hatte die Landesregierung das Forum im September 2011 ins Leben gerufen. Denn auch der Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark ist vor allem im Osten Schleswig-Holsteins umstritten. Das Dialogforum habe das Ziel, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen und eine Diskussion auf Augenhöhe zu ermöglichen, sagte der Sprecher des Forums, Christoph Jessen.

Die 30 Mitglieder treffen sich mindestens viermal im Jahr. Die Treffen sind öffentlich und werden vom Offenen Kanal Kiel als Livestream im Internet übertragen. Neu sind vier regionale Runde Tische, die zusammen mit der Deutschen Bahn Lösungsvorschläge für Brennpunkte der Bahnanbindung erarbeiten.

Der rund 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll die deutsche Ostseeinsel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden. Die Baukosten von rund 7,4 Milliarden Euro (Stand 2015) trägt der dänische Staat. Deutschland muss die Straßen- und Schienenanbindung auf deutscher Seite bezahlen, die Kosten dafür werden aktuell auf 2,1 bis drei Milliarden Euro geschätzt. Mit der Eröffnung wird wegen Verzögerungen im deutschen Planfeststellungsverfahren nicht vor 2026 gerechnet.

Das Dialogforum hat einen Jahresetat von 102 500 Euro. Davon trägt das Land Schleswig-Holstein 50 000 Euro. Je 25 000 Euro steuern die Bahn und die dänische Projektgesellschaft Femern A/S sowie 2500 Euro der Unternehmerverband UV Nord bei.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Ostholstein Events

Veranstaltungen in
Ostholstein. Aktuelle
Termine, News, Infos

Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Ostholstein 2/3