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Malenter Ausschuss bestätigt Austritt

Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz Malenter Ausschuss bestätigt Austritt

Die Kündigung der Mitgliedschaft Malentes im Zweckverband Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) wird nicht zurückgenommen. Mit fünf Stimmen von CDU und FDP hat der Tourismusausschuss Mittwochabend einen Antrag der Grünen mehrheitlich abgelehnt. Das letzte Wort hat Mitte Oktober die Gemeindevertretung.

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Malente fährt in der Tourismusvermarktung noch zweigleisig: Örtlicher Dienstleister ist die Glücksburg Consulting (GLC) mit ihrem Tourismus-Service im Pavillon an der Bahnhofstraße (Foto). Der Zweckverband TZHS, in dem Plön, Eutin, Dersau, Bosau, Bösdorf, Grebin und Schönwalde sowie (seit 2013) Malente Mitglied sind, vermarktet die Region Holsteinische Schweiz. Das ist den Befürwortern des Ausstiegs zu teuer.

Quelle: Orly Röhlk

Malente. Vergeblich versuchte Caroline Backmann (Plön) im Namen der TZHS-Geschäftsführung einmal mehr Überzeugungsarbeit zu leisten, um Malente in den Regionalverbund zurückzuholen. Wie berichtet, hatte die Gemeindevertretung im Frühjahr 2014 einstimmig zum 31. Dezember gekündigt, weil die Politik der Meinung war, für den Verbandsbeitrag von rund 82000 Euro zu wenig Leistung zu erhalten und als größter Beitragszahler zu wenig repräsentiert zu sein. SPD, Grüne und FWM haben inzwischen ihre Ansicht revidiert. Man habe nur Gestaltungsmöglichkeiten ausloten wollen, erklärte Dagmar Nöh-Schüren (Grüne). „Wir sind nicht wirklich weitergekommen, machen Sie Vorschläge, wie der Verband sich inhaltlich anders aufstellen soll“, bilanzierte Backmann nach einer Sitzung am Montagabend.

 Einseitige Beitragsreduzierungen seien nicht möglich. Aufgrund eines einheitlichen Leistungsspektrums ließe sich die Beitragshöhe nur für alle Mitglieder ändern. Nach ihren Worten denkt man verbandsintern über eine personelle Aufstockung nach, finanziert durch eine Mittelumschichtung, um die Vermarktung zu verbessern. Hintergrund ist eine Entlastung Backmanns und ihres Kollegen Per Köster (Eutin), die beide zusätzlich zu ihrer Arbeit als Verbandsgeschäftsführer die örtlichen Tourist-Infos leiten.

 „Die Darstellung kann nur so erfolgen, wie ein Ort sich präsentiert“, sagte Backmann auf die Feststellung von Dietrich Busch (FDP), Malente sei Hauptbeitragszahler, aber nicht Hauptdarsteller im Verband gewesen. Sie gab zu bedenken, dass die Gemeinde bei der Gründung der TZHS im Oktober 2010 als Mitglied nicht dabei war und nach dem Beitritt zum Jahresbeginn 2013 schon anderthalb Jahre später wieder den Austritt erklärte. „Die Leute fahren nicht nach Malente, sondern in die Holsteinische Schweiz“, warb Ausschussvorsitzender Andreas Endler (Grüne) um Zustimmung für den Antrag. Wenn ein örtlicher Dienstleister wie die Glücksburg Consulting (GLC) die regionale Vermarktung übernehme, werde es nicht günstiger.

 Laut Kieler Wirtschaftsministerium sei zudem die Mitgliedschaft in einer lokalen Tourismusorganisation Voraussetzung für Fördermittel für touristisch relevante Projekte. Das stellte Uwe Potz (CDU) in Abrede. Es sei abzuwarten, wie die Bundesebene diese Frage sehe. „Wir werden sicherlich vorschlagen, dass Malente auf Messen und in relevanten Zeitschriften erscheint“, antwortete Potz auf die Frage des Gastronomen Günter Koch, wie die Austrittsbefürworter sich die künftige überregionale Vermarktung vorstellen. „Wir verlieren in der Außendarstellung, wir verlieren eine Marke“, so Koch. „Nein sagen, ist ein Rückschritt“, pflichtete Gastronom Kay Cornils bei. „Die ganze Region muss nach vorne schauen und an einem Strang ziehen.“

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