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Frühjahrsputz im Miniaturland

Train-Kids Frühjahrsputz im Miniaturland

Während draußen in der realen Welt der Winter ein Comeback versucht, haben Eutiner Train-Kids auf ihrer Modelleisenbahnanlage mit dem Frühjahrsputz begonnen. Am Wochenende soll das über 50 Quadratmeter große Miniaturland für zwei Besuchstage im neuen Glanz erstrahlen.

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Leif poliert die Schienen, damit die Straßenbahn einen besseren Stromkontakt hat, während andere Train-Kids im Hintergrund die Gleise der Modellbahn kontrollieren

Quelle: Dirk Schneider

Eutin. Doch bis dahin müssen die 15 Jugendlichen, die unter der Leitung von Robert „Shorty“ Klein die Anlage aufgebaut haben, noch buchstäblich eine Menge Feinschliff leisten. Dazu zählt auch, dass sämtliche Züge und Strecken in Probedurchläufen befahren werden. „Mist! Die Straßenbahn steht, gib mal etwas mehr Saft auf das Gleis“, ruft Streckenposten Leif plötzlich dem Fahrdienstleiter Konstantin zu. Doch auch das Drehen am Trafo bringt den Elektromotor nicht in Schwung. „Schalt’ ab, ich muss an dieser Stelle wohl noch mal die Schienen polieren“, flucht Leif, hebt den Antriebswagen von den Gleisen und greift zum Schleifstein. Nach kurzer Zeit stellt er die Straßenbahn wieder auf die Schiene. „Strom an. Okay, läuft wieder. Nächster Zug, nächste Strecke“, murmelt Leif und wendet sich dem äußeren Ring zu.

 Während Leif und Konstantin den mittleren Streckenabschnitt prüfen, kümmern sich Mats und Lukas um die Schmalspurbahn im Bergpanorama. Genau wie bei der Straßenbahn kommt hier die kleinere Spurweite N zum Einsatz, die üblicherweise für den Abbildungsmaßstab 1:160 genutzt wird. „Der eigentliche Maßstab der Anlage ist aber 1:87. Die normalen Züge fahren auf Spur H0“, erklärt Klein. Das Problem: „Unsere neue Schmalspurlokomotive ist trotz der geringeren Achsbreite deutlich größer als ein echtes Spur-N-Modell, sodass diese immer wieder in den engen Kurvenradien hängen blieb“, erklärt Klein. Aus diesem Grund mussten vor allem neue Weichen eingebaut werden.

 Wie diese kleine Veränderung sind die meisten Neuerungen auf den ersten Blick kaum erkennbar. Dazu zähle auch das Verlegen einer neuen Induktionsschleife unter der Straße, um die Autos magnetisch lenken zu können. Eine Besonderheit: „Auch 2016 funktioniert unsere Welt noch vollständig analog.“ Die Steuerung des Zugverkehrs hänge also nicht von einem Computerprogramm ab, sondern von der Konzentration und der Fantasie der an den vier Steuerpulten agierenden Jugendlichen. „Das setzt eine gute Kommunikation und Teamgeist voraus“, betont Pädagoge Klein. Zudem werde handwerkliches Geschick und technisches Verständnis gefördert. Letzteres beweist Matthis, der nicht nur die Relais und Schalter in den vier Steuerpulten verlötet hat, sondern auch zwischen unzähligen Drähten in der verkabelten Unterwelt den Überblick behält.

 Die Besuchstage sind am 20. und 21. Februar, in Eutin am Stadtgraben im Dachgeschoss über der Pizzeria Da Toni. Die Schranken öffnen sich jeweils von 12 bis 17 Uhr. Eintritt Erwachsene 2,50 Euro, Kinder 1 Euro.

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