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Wahlergebnis mit kleinen Korrekturen

Malente Wahlergebnis mit kleinen Korrekturen

Der erste Akt der Bürgermeisterwahl 2016 in Malente ist nun auch offiziell beendet. Der Gemeindewahlausschuss machte am Dienstagabend das Endergebnis amtlich. Dazu bedurfte es allerdings einiger kleiner Korrekturen, die aber keinen Einfluss auf das Gesamtresultat hatten.

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Da streikte das Internet: Per Telefon mussten die Wahlleiter Anne-Kathrin Hoffmann und Wolfgang Kienle die Ergebnisse aus einzelnen Wahllokalen abrufen.

Quelle: Dirk Schneider

Malente. Im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag hatten sich überraschend die beiden parteilosen Kandidaten durchgesetzt. Tanja Rönck (46) setzte sich mit einer Ausnahme in allen Wahlbezirken durch und schaffte mit 48,4 Prozent der gültigen Stimmen beinah die absolute Mehrheit. Die von den Freien Wählern Malente (FWM) unterstützte Rönck darf nun auch als Favoritin für die Stichwahl gelten. Ihr Kontrahent Christian Witt (45), der als Letzter auf den Kandidatenzug aufgesprungen war und sich die nötigen Unterschriften selber beschaffen musste, erreichte respektable 20,0 Prozent.

 4764 gültige Stimmen wurden in den 16 Wahllokalen gezählt. Zu schaffen machten den Mitgliedern des Gemeindewahlausschusses einige der insgesamt 599 Briefwähler. Im Wahlbezirk 15 landeten sechs Briefe, die nicht den Vorschriften des Wahlgesetzes genügten. Zwei waren unstrittig ungültig, weil sie nicht verschlossen waren. Bei vier weiteren war die Entscheidung nicht so einfach. Die roten Umschläge waren offensichtlich einmal verschlossen gewesen, wurden dann aber aufgerissen. Der Wahlvorstand am Sonntag entschied: nicht gültig.

 Der Wahlausschuss unter Vorsitz von Wolfgang Kienle (CDU) kam zu einer anderen Einschätzung. Einstimmig wurde beschlossen, die Wahlbriefe zuzulassen. Sie wurden geöffnet und die entsprechenden Stimmen nachträglich gezählt. Drei Stimmen entfielen auf Tanja Rönck, eine auf den SPD-Kandidaten Jörg Meyer.

 In einem weiteren Streitfall überstimmte der Ausschuss den Wahlvorstand des Bezirks 12. Im Wahllokal Grundschule Malente hatte ein Spaßvogel beim Kandidaten Hans-Werner Salomon (CDU) statt eines Kreuzes eine Sonne gemalt. Der Wahlvorstand zählte die Stimme nicht, die Ausschussmitglieder erkannten jedoch eine „eindeutige Absicht des Wählers“. Die Stimme gilt, Salomon nützt sie doch nicht – er hatte am Sonntag mit 12,8 Prozent das schlechteste Ergebnis bekommen.

 Noch eine Frage beantwortete der Ausschuss: Wahlberechtigte Bürger, die beim ersten Wahlgang nicht abgestimmt haben, dürfen bei der Stichwahl mitmachen. Voraussetzung ist, dass sie ihre Wahlbenachrichtigung mitbringen. In der Regel reicht aber auch der Personalausweis, wie Anne-Kathrin Hoffmann von der Verwaltung klarstellte. Einige Malenter hätten besorgt nachgefragt: Aufgrund einer Fehlinformation des NDR-Fernsehens hatten sie angeblich am Sonntagabend ihre Unterlagen zerrissen.

 Das „Schleswig-Holstein-Magazin“ hatte berichtet, dass Tanja Rönck neue Bürgermeisterin sei und es keine Stichwahl gebe.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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Foto: Christian Witt und Tanja Rönck gehen als Sieger des ersten Wahlgangs in die Stichwahl am 19. Juni.

Am Sonntag geht die Bürgermeisterwahl in Malente in die letzte Runde. Es entscheidet sich, wer den seit 20 Jahren amtierenden Bürgermeister Michael Koch am 29. August im Amt beerben wird: Tanja Rönck oder Christian Witt?

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