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Die Größe der Natur

Wenzel Hablik in Eutin Die Größe der Natur

Kulissenwechsel im Ostholstein-Museum: Nach der erfolgreichen Immendorf-Ausstellung beherrscht bis zum 29. Januar das vielseitige Werk von Wenzel Hablik die Räume im Erdgeschoss. Eröffnung ist am Sonntag, 20. November, um 12 Uhr.

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Julia Hümme zwischen zwei Habliks von 1907: Studie im Alstercafé (links), Sekt, Papa, Radok und ich bei Cölln.

Quelle: Ralph Böttcher

Eutin. Museumsleiterin Julia Hümme präsentiert die neue Schau mit der ihr eigenen Begeisterung: große Ölbilder von Sternen und Planeten, von Landschaften und Ozeanen, fantasievolle Architekturzeichnungen und Aquarelle von utopischen Weltraumsiedlungen, aber auch Möbel und Textilien, Tapeten und Teppiche sowie filigrane Arbeiten aus Kristall und Metall – der gelernte Tischler Wenzel Hablik sei ein „Allroundkünstler“ gewesen. „Der konnte alles.“

 So verschieden die Kunststücke des 1881 in Westböhmen geborenen Hablik sind, sein Werk ist doch erkennbar wie ein Marke. Ganze Häuser, nicht nur das eigene, habe er quasi „durchgestylt“. Sogar die Holzrahmen für seine Bilder fertigte der Mann selbst. „Ganzheitlich“ habe er gearbeitet, sagt Julia Hümme. Seine Ehefrau Elisabeth, von Beruf Weberin, trug ihren Teil bei, etwa bei dem Bodenläufer „Freier Mäander“, den sie um 1920 webte und der in der Ausstellung zu sehen ist.

 Wenzel Hablik, Maler, Grafiker, Innenarchitekt und Kunsthandwerker, gilt als einer der bedeutendsten Expressionisten in Deutschland. Das Ostholstein-Museum zeigt die ganze Bandbreite des Werkes bis zu seinem frühen Krebstod 1934. „Die Größe der Natur ist auf den Bildern zu sehen“, sagt Julia Hümme. Die Farben würden sich oft erst aus einem speziellen Blickwinkel erschließen. „Hablik ist nicht plakativ“, so die Museumsleiterin, „er wird erst in der Ausstellung fassbar.“

 Geöffnet Mi-Fr 15-17 Uhr, Sbd+So+Feiertage 11-17 Uhr, Eintritt 5 Euro (ermäßigt 2,50), am 24., 25. und 31. Dezember geschlossen.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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