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Anpacken für den Klimaschutz

Klimale in Laboe Anpacken für den Klimaschutz

Der Klimawandel und seine Auswirkungen standen am Wochenende im Mittelpunkt der 1. Klimale des Klimabündnisses Kieler Bucht. Laboe war als Küstenort mit all seinen bereits spürbaren Veränderungen im Strandbereich ein idealer Ausgangspunkt für die Aktionen, die den Menschen die Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten des Klimaschutzes bewusst machen sollte.

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Gemeinsam mit Sandra Enderwitz vom Klimabündnis Kieler Bucht und vielen Besuchern soll im "Sandsack-Trainingscamp" auf der Klimale in Laboe eine Schutzmauer gegen Hochwasser entstehen. Bürgermeister Walter Riecken (links) befüllt die ersten Sandsäcke.

Quelle: asc

Laboe. Studierende des geografischen Institutes und der Muthesius Kunsthochschule hatten gemeinsam eine Reihe von Stationen aufgebaut, die zum Mitmachen und Mitdenken einluden. Eine davon war das Sandsack-Trainingscamp. Bürgermeister Walter Riecken griff gleich zu Beginn zur Schaufel und füllte, unterstützt von seinen Enkeln Matz und Jonas, die Sandsäcke. Gemeinsam mit Besuchern sollte so eine Schutzwand gegen Hochwasser entstehen. 3000 Säcke hatten die Akteure für dieses Projekt angeschafft, die im Anschluss an die Klimale der Freiwilligen Feuerwehr Laboe übergeben werden.

Dorena Meinfeld erklärte eine interaktive Installation von Barbara Smułkowska (Industriedesign) von der Muthesius-Schule wie sich die Regenfälle von heute bis zum Jahr 2100 verändern werden. Anhand einer Wind-Turbine demonstrierten die Studenten die Folge der in ihrer Intensität zunehmenden Stürme. Die Besucher konnten auch bei einem Poetry-Slam, moderiert von Björn H. Katzur, Klimaschutz und Klimawandel im gesprochenen Wort erleben. Außerdem besprühte Sascha Kremmel die Landseite der Flutschutzmauer mit blauen Pfeilen zum Thema Meeresanstieg. Auf der Seeseite blieb ein Zitat von Albert Einstein zurück: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Bürgermeister Walter Riecken und Sandra Enderwitz bedauerten, dass nicht alle Objekte aufgebaut werden konnten. Die drei „Meeresspiegel“ scheiterten an den Genehmigungen des Wasser- und Schifffahrtsamtes. „Die Signale, die durch Spiegelung entstehen sollten, hätten mit Signalen für die Schifffahrt verwechselt werden können“, sagte Riecken. Enderwitz sei eines besonders wichtig: Den Menschen einmal mehr bewusst machen, dass der Klimawandel langfristig zwar nicht aufzuhalten ist, aber dennoch jeder für sich etwas zum Schutz des Klimas beitragen kann. Fest stehe auch, dass es eine zweite Klimale geben wird, der Austragungsort stehe aber noch nicht fest, so Enderwitz.

 

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