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15-Minuten-Takt rückt näher

Bahnstrecke Kiel-Preetz 15-Minuten-Takt rückt näher

Fährt in naher Zukunft ein Pendelzug alle 15 Minuten zwischen Preetz und Kiel? Dieser Wunsch rückt nach einem Brief von Nah.SH in greifbare Nähe. Preetz hatte zusammen mit anderen Kommunen im Kreis Plön gegen eine Ausdünnung von Zwischenstopps auf der Strecke zwischen Kiel und Lübeck protestiert.

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Entsteht bald ein weiteres Gleis in Preetz, um die engere Taktung der Züge nach Kiel möglich zu machen?

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Das Schreiben hat die Stadt Preetz am 31. August erhalten, hieß es in einer Sitzung des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau. Zum Hintergrund: Nach dem Protest waren in einem Gutachten mehrere Fahrplanvarianten vorgestellt worden, wobei sich die Preetzer Kommunalpolitiker in seltener Einmütigkeit deutlich für die Variante „separate Takte“ aussprachen. Diese sieht eine halbstündliche Bedienung aller Zwischenhalte, eine günstige Lage der Zugkreuzungsstellen, einen geeigneten Anschluss an die Busse und einen viertelstündlichen Anschluss per Pendelzug an Kiel vor.

 Doch es ist auch die teuerste Lösung. Statt der vorgesehenen sechs müssten acht Züge fahren und ein zusätzliches Gleis in Preetz gebaut werden, hieß es in dem Gutachten. Dafür wird mit einem Anstieg der Bahnkunden um 20 Prozent gerechnet. Denn ein weiterer Pluspunkt: Diese Variante würde auch zwei weitere Haltepunkte in Preetz-Nord und -Süd ermöglichen. „Sollte es zu einer Entscheidung für die Variante „separate Takte“ kommen, dann würden seitens des Landes die infrastrukturellen Voraussetzungen hierfür geschaffen“, schreibt nun Nah.SH. Dies betreffe vor allem die Wendemöglichkeit für die in Preetz endenden Regionalbahnen. Auch die Bahnsteig-Infrastruktur würde das Land bezahlen.

 Die Stadt Preetz müsste dafür das Umfeld schaffen (Zuwegung, Park-und Fahrradstellplätze, behindertengerechter Zugang). Dies könnte aber mit 75 Prozent gefördert werden, kündigt Nah.SH an: Diese Fahrplanvariante mit zusätzlichen Stationen in Preetz „hätte große Vorteile für die Stadt und die Binnenverkehre im Kreis Plön“. Bis Jahresende sollen nun die erforderlichen Maßnahmen und die zu erwartenden Kosten ermittelt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt müssten dann die Ergebnisse zum Beispiel für den Busverkehr noch verfeinert werden. Dafür müsste die Stadt Preetz eventuell einen externen Gutachter beauftragen.

 „Das ist eine ganz hervorragende Auskunft“, freute sich Bürgermeister Björn Demmin: „Die Signale stehen auf Grün.“ Und auch die Ausschussmitglieder machten deutlich, dass sie fraktionsübergreifend hinter diesem Konzept stehen. Nun brauche man eine „grobe Hausnummer“ für die zu erwartenden Kosten, um sie schon in die Haushaltsberatungen einbeziehen zu können. „Und die Verwaltung kann schon mal prüfen, wo wir eigene Haltepunkte einrichten können“, schlug Henning von Schöning vor.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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