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29000 Brote für ein Pferd

Passader Backhaus 29000 Brote für ein Pferd

Die einen backen mit alten Getreidesorten, die anderen halten alte Haustierrassen. Verbunden wurden beide durch das Arche-Warder-Brot, für dessen Verkauf das Passader Backhaus dem Tierpark jeweils 20 Cent gespendet hat. Daraus wurden nun 6000 Euro für den Kauf einer Konik-Stute.

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Lisa Iwon erhielt von Olaf Knickrehm nach dem Verkauf von etwas mehr als 29000 Arche-Warder-Broten 6000 Euro für den Ankauf der Konik-Stute Dunja.

Quelle: Thomas Christiansen

Passade/Warder. „Das ist ja ein tolles Pferd, aber es wollte nicht so gern auf den Anhänger“, erklärte Thomas Petersen, warum er am Mittwoch mit Lisa Iwon und Sina Schneider, aber ohne die Konik-Stute Dunja zum Passader Backhaus kam. Zwei Stunden lang hatten sie in Warder vergeblich versucht, das Tier auf den Hänger zu bekommen. „In Bayern ging das super“, sagte Lisa Iwon.

 Dort war letztlich ein geeignetes Tier gefunden worden. Die Suche war schwieriger als erwartet. Koniks leben zwar auch in Schleswig-Holstein, aber hier sind es wilde Tiere in Naturschutzgebieten wie an der Geltinger Birk oder im Eidertal. Der Tierpark Arche Warder, das Zentrum für seltene Haustierrassen, suchte aber ein ebenso reinrassiges wie zahmes Pferd, das auch schon eingeritten ist, weil es in Warder auch für Reitaktionen mit Kindern eingesetzt werden soll.

 Mittlerweile hat die 14 Jahre alte Dunja sich in ihrer neuen Herde in Warder eingelebt und sich dort auch an Weidenachbarn wie Ungarische Steppenrinder, Thüringerwald-Ziegen, Angler Sattelschweine und Lippegänse gewöhnt. Die Arche Warder möchte nicht nur seltene Haustierrassen erhalten, sondern diese auch den Besuchern näherbringen. „Kinder fragen bei uns oft nach rosa Schweinen, weil sie keine anderen mehr kennen“, erzählte Lisa Iwon. „In der Arche Warder ist noch etwas von der ursprünglichen Artenvielfalt zu sehen. Wir fühlen uns diesem Gedanken sehr nahe. Wir verwenden gern Dinkel, eine alte Getreidesorte“, meinte Olaf Knickrehm, Geschäftsführer des Passader Backhauses. Als Arche-Warder-Brot wurde zwar ein ganz neues Brot entwickelt, aber eben mit Dinkel gebacken, erklärte seine Assistentin Anke Drückhammer. Ursprünglich sollte es nur von Ostern bis Weihnachten verkauft werden, aber „das lief so gut, das wir das auf ein Jahr ausgedehnt haben“, sagte Drückhammner. Die Spendenaktion ist nach etwas mehr als 29000 verkauften Broten zwar beendet, aber das Arche-Warder-Brot bleibt im Sortiment.

 Schon vor zehn Jahren hatte das Passader Backhaus eine ähnliche Aktion gemacht, aus den Spenden für den Brotverkauf erhielt die Arche Warder damals ein englisches Parkrind. Der Kontakt war entstanden, als Oldtimer-Fan Knickrehm erfuhr, dass die Oldtimerfreunde Probstei dem Tierpark Heu lieferten.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
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