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Plöner Sozialverband feiert sein Jubiläum

Mitglieder-Rekord Plöner Sozialverband feiert sein Jubiläum

70 Jahre und kein bisschen leise. So könnte man das Jubiläum des Plöner Ortsvereins des Sozialverbands Deutschland beschreiben. In einer fröhlichen Feierstunde erinnerten der Ortsvorsitzende Hans-Jürgen Kreuzburg und der Landesvorsitzende Wolfgang Schneider an die bewegte Geschichte.

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Der Plöner Sozialverband wächst und wächst: Der Ortsvorsitzender Hans-Jürgen Kreuzburg freut sich über den Erfolg.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Der SoVD Plön wurde 1946 als lokaler Ableger des Reichsbunds gegründet.

Und neben dem runden Geburtstag hätte man auch fast eine weitere runde Zahl feiern können, verkündete Kreuzburg. „Unser Ortsverein zählt aktuell 990 Mitglieder. Es hat leider nicht ganz geklappt, heute unser Tausendstes Mitglied begrüßen zu können.“

Wolfgang Schneider bewertete diese Nachricht als Bestätigung, wie wichtig die Arbeit des SoVD im Allgemeinen und wie erfolgreich die Leistungen des Plöner Ortsvereins im Besonderen bewertet würden. „Beim Amtsantritt von Hans-Jürgen Kreuzburg 2006 waren es 264 Mitglieder, binnen zehn Jahren hat sich diese Zahl nun fast vervierfacht“, so Schneider. Viele Hilfesuchende kämen wegen der immer komplizierter werdenden Sozialgesetzgebung, der wachsenden Altersarmut und dem Abbau von Arbeitnehmerrechten, stellte Schneider fest. „Mit Blick auf aktuelle Landtagswahlen müssen wir darauf achten, dass soziale Gerechtigkeit nicht nur versprochen, sondern auch tatsächlich umgesetzt wird, um rechtspopulistischen Gruppierungen den Boden zu entziehen.“

Für den großen Erfolg des SoVD Plön macht Schneider neben der politischen Lobbyarbeit und einer sehr persönlichen Beratung bei Problemfällen eine weitere wichtige Komponente aus. „Ausflüge, Klönschnacks, Theaterbesuche, gemeinsame Feiern und schlichtweg nur das gesellige Beisammensein prägen den Zusammenhalt. Diese menschliche Nähe hat uns groß werden lassen.“ In diesem Zusammenhang blickte Schneider auch auf das Gründungsjahr 1946 zurück. Nach dem Krieg hätten viele Familien viele Angehörige verloren oder hofften, dass diese noch aus der Gefangenschaft zurückkehren würden. „Zugleich wurden in Plön zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen und erfolgreich integriert. Das war eine praktizierte Friedenspolitik im Kleinen.“

Plöns Bürgermeister Jens Paustian nahm den Ball auf und dankte zahlreichen Vorstands- und Vereinsmitgliedern für ihr aktuelles ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe. Der stellvertretende Landrat Werner Kalinka erkannte: „Der Erfolg des Sozialverbands ist nicht zufällig. Man kümmert sich um die Probleme, die die Menschen haben.“dis

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